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Hoffmann, G. (1956). ÜBERTRAGUNG UND THERAPEUTISCHES ZIEL. Psyche – Z Psychoanal., 9(11):704-710.

(1956). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 9(11):704-710

ÜBERTRAGUNG UND THERAPEUTISCHES ZIEL

Gerhard Hoffmann

Wir sind der Meinung, daß Probleme der Übertragung untrennbar sind von denen, die die Natur und Funktion des „Ich“ betreffen. Die klassische psychoanalytische Theorie stellt das „Ich“ als ein Organ der Wahrnehmung dar, dessen Entstehung darauf beruht, daß sich das Kind von seiner Umwelt differenziert. Es scheint uns jedoch, daß, wenn das Kind die Umwelt wahrnimmt und sich von ihr unterscheidet, es dann nur seine Wahrnehmungsfunktion auf eine neue, reifere Art ausübt als zuvor. Wer ist es denn schließlich, der da wahrnimmt? Diese Frage schließt ihre Beantwortung schon ein: Es muß doch jemand da sein, der es tut, und dieser jemand kann doch nicht erst dadurch entstehen, daß er es tut. Wir sind der Auffassung, daß jede Wahrnehmung eine Funktion des sich realisierenden Lebenswillens ist, wie das Denken ja im Grunde auch nichts andres ist als systematisierte Wahrnehmung im Dienste des Lebenswillens. Um sich zu realisieren, muß jedoch dieser Lebenswille vorerst sich selbst wahrnehmen. Und wenn er dies tut, wird er schon dadurch zum Einzigartig-Persönlichen, zum „Ich“.

Oder wollen wir behaupten, daß wir erst dann zu existieren begannen, als wir uns dieser Existenz bewußt wurden? Vielmehr können wir doch nur sagen, daß die Erkenntnis unserer Existenz diese zwar verändert hat, aber doch nicht als ihr Beginn angesehen werden kann. „Schon bevor ich es wußte, habe ich existiert, weil ich auch dann schon leben wollte.

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