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Stammler (1956). PSYCHOLOGIE: Revers, W. J.: Charakterprägung und Gewissensbildung. Nürnberg (Sebaldus-Verlag) 1951. 90 Seiten.. Psyche – Z Psychoanal., 9(12):931-932.

(1956). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 9(12):931-932

PSYCHOLOGIE: Revers, W. J.: Charakterprägung und Gewissensbildung. Nürnberg (Sebaldus-Verlag) 1951. 90 Seiten.

Review by:
  Stammler

Im Hinblick auf die gegenwärtige Kultursituation hält der Autor die Beschäftigung mit dem Phänomen des Gewissens für eine nicht länger zu umgehende Forderung an die Psychologie.

In der Durchführung seiner logisch und systematisch imponierenden Untersuchung versucht er, den psychologischen Zusammenhang zwischen Charakterprägung und Gewissensbildung aufzuweisen.

Den Prozeß der Charakterprägung stellt Revers als Selbstverwirklichung (Entfaltung der Anlagen) und Verwirklichung von Werten dar. Er verfolgt die Entwicklung von Strebungen, Gewohnheiten und Haltungen, die der Mensch von Natur aus versuche unter einem einheitlichen Wertgesichtspunkt — einem höchsten Wert — zusammenzufassen, um so zu einer Architektonik des Charakters zu gelangen. Die Strebungen charakterisiert der Verfasser als vitaltransitive, die auf die Bedeutung des Objektes „für mich“ zielen (für das kindliche Verhalten typisch), reflexive, bei denen sich eine Distanzierung zwischen Objekt und Subjekt des Erlebens und Handelns feststellen läßt und schließlich rational transitive Strebungen, die auf die Bedeutung der Dinge „an sich“, auf ihren Wert zielen. Letztere bestimmen das reife Verhalten.

Die „Anlage“ zum Gewissen findet Revers in den rational transitiven Strebungen und der damit gekoppelten Merkfähigkeit des „Innewerdens“. „Das Gewissen ist das rational transitiv eingestellte subjektive Bestreben, die von den Objekten geforderte Ordnung zu erfüllen, verkoppelt mit der Fähigkeit, diese Ordnung in den Bedeutungen, die den Objekten ‚an sich‘ zukommen, zu vernehmen.“ Die Erfahrung dieser Ordnung bedingt die Weckung des Gewissens.

„Die

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