Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To see author affiliation information in an article…

PEP-Web Tip of the Day

To see author affiliation and contact information (as available) in an article, simply click on the Information icon next to the author’s name in every journal article.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Ruffler (1956). v. Siebenthal, W.: Die Angst bei Psychosen (Schweizerische Zeitschrift für Psychologie, Band XIV, Nr. 3, 1955).. Psyche – Z Psychoanal., 9(12):943-945.

(1956). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 9(12):943-945

ZEITSCHRIFTEN IN ÜBERSICHT

v. Siebenthal, W.: Die Angst bei Psychosen (Schweizerische Zeitschrift für Psychologie, Band XIV, Nr. 3, 1955).

Review by:
  Ruffler

Verfasser weist darauf hin, daß die Angst sowohl zu gesunden als auch zu kranken Menschen gehören könne, was auf eine eigentümliche und zutiefst paradoxe Zweideutigkeit hinweise. Bewegungssturm und Totstellreflex führt er als zwei Extreme an, zwischen denen sie sich manifestieren könne; der ersten Form eignet das Moment der „Flucht“, der zweiten das des „Ausgeliefertseins“. Lokalisiert werde sie von den Kranken meistens in die Herzgegend (Herzangst), worin Verfasser einen Hinweis darauf sieht, „daß sich die Grundqualität der Angst von der angina pectoris herleitet“. Seltener sei die Lokalisation in den Kopf (Kopfangst). Die Angst der Schizophrenen, zumindest zu Beginn der Psychose, habe eine spezifische Färbung: „Sie trägt das Bodenlose, Ortlose, unendlich Abgründige in sich. Sie ist vielleicht jener Angst ähnlich, die den Gesunden überfällt, wenn er sich die Unendlichkeit — die der Zeit und des Raumes — zu vergegenwärtigen sucht… Sie brauchen vom Rand der Erde aus nur einen Schritt zu tun, um in die nichtendende Nacht des leeren Raumes zu fallen. Sie erleben die Angst auch als eine Art Auflösung, als ein Entwerden, einen Substanz- und Kraftverlust. U. a. sind die psychotischen Harn- und Stuhlverhaltungen, auch die katatone Bewegungslosigkeit und Starre ein Ausdruck dieser Angst, zu entwerden, sich zu entschwinden, ‚Kraft‘ und ‚Substanz‘ zu verlieren.“ Die Angst bei Psychosen sei zunächst und ursprünglich „frei flottierend“, also gegenstands- und richtungslos. Angst will der Verfasser bei jeder Psychose finden, auch bei dem reinen Maniacus, dessen Rorschach auf die Angst hinweise wie der depressiv Kranker. Als „die drei prinzipiellen Möglichkeiten, die Angst von ihren Ursprüngen her zu begreifen“, schildert der Verfasser folgende:

1.   Die (kausale) Erklärung, wie Vergiftungen oder Durchblutungsstörungen, wodurch jedoch nur die causa erster Ordnung (die organische Grundstörung nämlich) erfaßt werde, ohne welche sich die Angst gar nicht etabliere.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2020, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.