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v. Niederhöffer (1956). Steinbeck, John E., New York: Die psychologischen Wirkungen des Fernsehens. (Universitas, 10. Jahrgang, Heft 8.). Psyche – Z Psychoanal., 9(12):948.

(1956). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 9(12):948

Steinbeck, John E., New York: Die psychologischen Wirkungen des Fernsehens. (Universitas, 10. Jahrgang, Heft 8.)

Review by:
  v. Niederhöffer

Es klingt bestrickend einfach, wenn wir erfahren, wie der achtjährige Sohn des Nobelpreisträgers J. Steinbeck seinen Vater über die Vorgänge auf dem Bildschirm aufklärt. Mit geöffnetem Mund und wie mit hynotisiertem Augenausdruck sitzt er da und kommentiert mit der als Fernsehstimme bekannten Sprechweise des Schlafwandlers: „Der mit dem weißen Hut und dem unbewegten Gesicht, das ist immer wieder der Brave. Der mit dem schwarzen Hut und schielend-höhnischen Ausdruck, das ist immer der Böse. Und der mit grauem Hut? Der steht zwischen beiden. Fängt er bös an, endet er gut — und fängt er gut an, endet er schlecht. Das ist doch so einfach. Das weiß doch jedermann!“

Genau so aber sitzen heute Millionen von Kindern und Erwachsenen viele Stunden des Tages wie in Trance vor dem Fernsehapparat und nehmen neben einer Menge zusammenhanglosen Wissens diese alles versimplizierende, standardisierende „Weltanschauung“ auf.

Bestrickend einfach. Aber wenn man dann weiterliest: „Eine ganze Generation in diesem Lande fällt ihre Urteile auf dieser Basis“, so fragt man sich doch beunruhigt, wohin steuern wir, wenn, während so viel von Völkerverständigung geredet wird, in der gleichen Zeit durch eine solche Teilung der Welt in Schwarz und Weiß das Verständnis des Einzelnen für sich selbst und für die Mitmenschen in immer weitere Fernen gerückt erscheint?

Denn — die Weißen, die Braven, das sind doch dann immer wir — und die Schwarzen, die Bösen, das sind doch dann immer die anderen, der andere Mensch, das andere Volk.

Gewiß, der Titel des Aufsatzes sollte richtiger heißen: die psychologische Wirkung der heutigen Fernsehprogramme — nicht des Fernsehens. Aber wie auch immer, die Mahnung ist nicht gleichgültig, denn jedes Heute bereitet ein Morgen vor.

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