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Lidz, T. (1959). Schizophrenie und Familie. Psyche – Z Psychoanal., 13(5-6):257-267.

(1959). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 13(5-6):257-267

Schizophrenie und Familie

Theodore Lidz, M.D.

Der II. Internationale Kongreß für Psychiatrie war den Problemen der Schizophrenic gewidmet. Im Eröffnungsvortrag wies Manfred Bleuler auf das gegenwärtig bestehende Dilemma hin, daß praktisch kaum zwei der heutigen psychiatrischen Schulen dieselben Auffassungen über das Wesen und die Entstehung der Schizophrenie vertreten. Die Kongreßverhandlungen konnten diese Besorgnis nur bestätigen; insbesondere wurde deutlich, daß die Auffassungen einiger amerikanischer und englischer Gruppen, die sich mit intensiver Psychotherapie schizophrener Patienten befassen, von denen der meisten kontinentaleuropäischen Psychiater erheblich abweichen. Als ich bei diesem Kongreß meinen europäischen Kollegen zuhörte—manchmal mit Begeisterung, gelegentlich mit Verwunderung—, vertiefte sich mehr denn je zuvor mein Eindruck, daß die Verständigungsschwierigkeiten nicht lediglich auf verschiedenartige Auffassungen der Schizophrenic zurückzu-führen sind, sondern daß sie im Grunde auf einem tieferliegenden Problem beruhen, nämlich grundverschiedenen Auffassungen über die Natur des Menschen und sein Werden zur integrierten Persönlichkeit.

Ich glaube nicht, daß eine befriedigende Neuorientierung der Schizophrenie-forschung dadurch erreicht werden kann, daß man einfach eine Synthese von alien relevanten Auffassungen zu schaffen sucht. Es ist eine der wesent-lichen Aufgaben der Wissenschaft, Vereinfachungen zu finden, indem man nach Prinzipien oder Gesetzmäßigkeiten forscht, die in komplexe und scheinbar widersprüchliche Erscheinungen Einheitlichkeit und Ordnung bringen.

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