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Sohler, D.T. Holzberg, J.D. Fleck, S. Cornelison, A.R. Kay, E. Lidz, T. (1959). Die Diagnostik der Familien-Wechselbeziehungen Mit Einer Serie Projektiver Tests. Psyche – Z Psychoanal., 13(5-6):377-393.

(1959). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 13(5-6):377-393

Die Diagnostik der Familien-Wechselbeziehungen Mit Einer Serie Projektiver Tests

Dorothy Terry Sohler, Ph.D., Jules D. Holzberg, Ph.D., Stephen Fleck, M.D., Alice R. Cornelison, Eleanor Kay, M.A. und Theodore Lidz, M.D.

Diese Arbeit berichtet über einen Versuch zur systematischen Anwendung projektiver Tests bei der Erforschung der Familien-Wechselwirkungen. Sie ist Teil einer großeren Untersuchung, die außer den Befunden projektiver Verfahren detaillierte Familienanamnesen aus diagnostischen und therapeutischen Interviews mit sämtlichen Familienmitgliedern umfaßt. Es soll hier auch nur das Material über eine Familie dargestellt werden, das natürlich keine verallgemeinernden Schlußfolgerungen zuläßt. Es ist auch nicht unsere Absicht, die Testergebnisse dieser Familie als charakteristisch für Familien dieser Art anzuführen; es soll vielmehr damit eine neue Methodik veranschaulicht werden.

Als Unterlagen dienen Interpretationen und Folgerungen aus einem Bericht über die Familie, der sich ausschließlich auf die psychologischen Testergebnisse stützt; außer Alter, Beruf und Ausbildung jedes Familienmitgliedes wurden keine zusätzlichen Informationen gegeben. Die Genauigkeit dieses hypothetischen Bildes von der Familie wurde später an Hand der Informationen aus den Interviews der Familienmitglieder und der auf diese Interviews gründenden Eindrücke geprüft.

Der psychologische Bericht über die Familie wurde unter den folgenden Gesichtspunkten abgefaßt: 1. Unser primäres Interesse galt den Wechselbeziehungen zwischen den Familienmitgliedern. 2. Wir konzentrierten uns auf Entsprechungen zwischen Kindern und Eltern hinsichtlich ihrer Bedürfnis- und Konflikt-Patterns und der Art und Weise, wie diese sich manifestierten. Dabei hofften wir, Anhaltspunkte über die entwicklungsbedingten Ursachen wenigstens der auffälligsten Unterschiede zwischen Kindern aus der gleichen Familie zu finden, insbesondere im Hinblick auf Geisteskrankheit bei nur einem der Kinder. 3. Ferner suchten wir nach den Faktoren, die sich zur Charakterisierung der Familie als Ganzem eignen: den relativ spezifischen Verhaltensweisen, die ein Familienklima gestalten. 4. Schließlich wollten wir wissen, obe Kenntnis des Testmaterials einer ganzen Familie zu einem besseren Verständnis ihrer einzelnen Mitglieder beitragen könnte.

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