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Biermann, G. (1959). Meile, Richard: Anfänge der Charakterentwicklung Bern—Stuttgart (Hans Huber) 1957, 177 Seiten, kart. 15,80 Fr./DM.. Psyche – Z Psychoanal., 13(4):789-790.

(1959). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 13(4):789-790

Meile, Richard: Anfänge der Charakterentwicklung Bern—Stuttgart (Hans Huber) 1957, 177 Seiten, kart. 15,80 Fr./DM.

Review by:
G. Biermann

In ihrem “Beitrag zur genetischen Charakterologie” beobachteten Verf. und Mitarbeiter in Längsschnittuntersuchungen 26 in normalen Verhältnissen aufwachsende gesunde Kinder auf erste Anzeichen ihrer charakterlichen Entwicklung, d. h. Persönlichkeitsdifferenzierung. Außber Angaben der Mutter und persönlichen Beobachtungen, die von der Geburt bis zum 4. Lebensjahr wiederhold überprüft wurden, suchte man mit Testaufgaben und Filmkontrollen die psychischen Reaktionen der Kinder zu erfassen.

Unter weitgehender Anerkennung tiefenpsychologischer Befunde kimmt Verf. zu ähnlichen Ergebnissen wie Shirley und R. Spitz. Dabei gibt Verf. Freinnütig zu, daß die Unzulänglichkeit und Problematik der bisherigen Beobachtungs- und Testmethodik in diesem Alter eine objektive Beurteilung der ersten seelischen Reaktionen des Säuglings erheblich erschwert.

Am Beispiel des erste Lächelns und erster Angstäußerungen des Kindes erklärt Verf. diese Reaktionen als Vorgänge der Fixierung, Spannung, und nachfolgenden gzw. ausbleibenden Lösung. Verf. bestätigt die Ergebnisse der Untersuchungen von R. Spitx über die erste soziale Kontaktnahme (3-Monats-Lächeln) und die Ansätze der Ich-Bildung (8-Monats-Angst), wenn er auch in der Deutung dieser Ph4aUnomene zurückhaltender ist. Schon im frühesten Lebensalter—nach Shirley schon am ersten Lebenstage—lassen sich grundlegende unterschiedliche Verhaltensweisen am Kinde beobachten.

Die primäre Hanglungen der aktiven Wahrnehmung und Verarbeitung der Sinnesreize, wie auch der motorischen Äußerung sind schon individuell geprägt und nicht lediglich ein Reflixgeschehen. Dabei bestimmt ein charakteristisches Subjekt-Objektverhältnis—vom Verf. nicht streng im analytischen Sinne aufgefaßt—die jeweiligen Persönlichkeitsunterschiede.

Im Sinne der Schichtenlehre von Rothacker und Lersch, aber in einer dynamischeren Auffassung derselben kommt nach Verf. mit der Ich-Aussonderung eine neue Schicht zum biologischen Organismus, wobei Verf. den Es-Begriff strenger auf die “organischen Bedingungen” beschränkt sehen möchte.

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