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de Boor, C. (1959). Ernst, K.: Die Prognose der Neurosen. Berlin-Göttingen-Heidelberg (Springer-Verlag) 1959, 118 Seiten, 29,80 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 13(8):829-831.

(1959). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 13(8):829-831

Ernst, K.: Die Prognose der Neurosen. Berlin-Göttingen-Heidelberg (Springer-Verlag) 1959, 118 Seiten, 29,80 DM.

Review by:
C. de Boor

Die allseits zugestandenen Schwierig-keiten, die einer wissenschaftlichen Prüfung der Neurosenverläufe von behandelten und unbehandelten Kranken entgegenstehen, können das Bedauern über unsere mangelhafte Kenntnis dieses Aspektes der Neurosenlehre nicht wirklich mildern. Um so erfreulicher ist es, daß mit dieser Arbeit aus der Züricher Psychiatrischen Klinik ein Beitrag geleistet wird, der diese Lücke in unserer Erfahrung verkleinert. Die Tatsache, daß von den 120 nachuntersuchten Patienten “knapp ein Viertel der Probanden im Laufe ihres Lebens psychothera-peutisch einigermaßen mit mindestens fünf regelmäßig aufeinanderfolgenden Sitzungen behandelt worden sind”, bringt uns den großen Vorzug, in den Untersuchungs-Ergebnissen der jahr-zehntelangen Katamnesen eigentlich Spontanverläufe überblicken zu können. Darstellung des Ausgangsmaterials: Aus 7000 Krankengeschichten der Psychiatrischen Poliklinik von 1932 bis 1939 (Buchstabe A—L) wurden rund 800 neurotische Patienten ermittelt. Nach Abzug aller, die unter äußerem Druck kamen, ohne subjektives Krankheitsgefühl und Behandlungsbereitschaft (z. B. Kriminelle, Süchtige, Interruptions-gutachten), blieben für die Untersuchung 335 als Ausgangsmaterial, das wiederum aus äußeren Gründen auf die Stadt Zürich eingeengt wurde. Ausgenommen wurden auch die Verläufe der zwangs-neurotischen Kranken, die Christian Müller 1953 und 1957 dargestellt hat. Von den verbleibenden 126 früheren Patienten verweigerten 6 die erbetenen Angaben, 9 waren verstorben, aber die Angehörigen konnten befragt werden, und 111 wurden vom Autor persönlich nachuntersucht. Die Verläufe erstrecken sich über einen Zeitraum von 18 bis 42 Jahren, im Mittel 24 Jahre.

Die Auswahlprinzipien ebenso wie die Art und Intensität der katamnestischen Befragung werden vom Autor detailliert mitgeteilt. Alle verfügbaren Unterlagen von dritter Seite (Krankengeschichten, Arztauskünfte) wurden ebenfalls beigezogen. Im Grade ihrer Gründlichkeit entspreche die Untersuchung etwa der forensischen Begutachtung, nicht aber genetischen oder psychoanalytischen Studien.

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