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Biermann, G. (1959). Zeitschriften in Obersicht: Hartmann, Klaus: Spielaspekte des Jugendkrawalls. (Zeitschr. f. Psychother. u. med. Psychol. 8 [1958] 159 u. 9 [1959] 108.). Psyche – Z Psychoanal., 13(8):879-880.

(1959). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 13(8):879-880

Zeitschriften in Obersicht: Hartmann, Klaus: Spielaspekte des Jugendkrawalls. (Zeitschr. f. Psychother. u. med. Psychol. 8 [1958] 159 u. 9 [1959] 108.)

Review by:
G. Biermann

Bezugnehmend auf die Arbeit Bondys u. Mitarb.: “Jugendliche storen die Ordnung” (siehe Ref. Psyche XII, 771), meint Verf., daß die Massensituation allein nicht ausreiche, um aus “potentiellen aktuelle Halbstarke” zu machen und damit den Jugendkrawall auszulösen. Bondy u. Mitarb. weisen auf verschiedene, die individuelle Existenz des Jugendlichen betreffende disponierende Bedingungen des Jugendkrawalles hin: Schwierigkeiten während der frühen Kindheit, Entwicklungskrise und Acceleration, Zerrüttung der Familie, Einengung des Lebensraumes, Zusammenbruch der Werte. Unter soziologischen Faktoren werden aufgeführt: die industrialisierte Gesellschaft mit ihren Versagungen, die fehlende Gemeinschaft des Jugendlichen und das von ihm geforderte rationale Verhalten.

Verf. anerkennt diese disponierenden Determinanten nur bedingt, weil ihnen alle Jugendlichen ausgesetzt sind und sich im Grunde keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Beteiligten und Nichtbeteiligten eines Jugendkra-walles finden lassen. Er weist darauf hin, daß es zu allen Zeiten — lediglich unter anderen Namen — sog. Jugend-krawalle gegeben hat und führt u. a. als Beispiel das sog. preußische “Bubengesetz” von 1794 an.

Nach Ansicht des Verf. hängen die Jugendkrawalle aller Zeiten mit dem Spielbedürfnis als immanentem Motiv zusammen. Diese Auffassung des Jugendkrawalles ist schon bei Groos und Freud angedeutet und wird besonders von Huizinga (Homo ludens) und Dintzer (Le Jeu d'Adolescence) vertreten.

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