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Biermann, G. (1959). Kaiser, Günther: Der Zivilisationskonflikt der randalierenden Jugend. (Praxis d. Kinderpsychol. u. Kinderpsychiatrie, 8 (1959), 140.). Psyche – Z Psychoanal., 13(8):880-880.

(1959). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 13(8):880-880

Kaiser, Günther: Der Zivilisationskonflikt der randalierenden Jugend. (Praxis d. Kinderpsychol. u. Kinderpsychiatrie, 8 (1959), 140.)

Review by:
G. Biermann

Verf. erklärt als Jurist die Handlungen randalierender Jugend wegen ihrer aggressiven Komponente schon als Teilbereich der Jugendkriminalität (“Halbstarken-Antisozialität”). Mangels steuernder Willensfunktion treten Tätigkeits-, Erlebnis-, Macht-, Geltungs- und Vergeltungsdrang als entwicklungsspe-zifisches, im Endothymen wurzelndes Antriebserleben ziellos in den Vordergrund und streben nach unmittelbarer Befriedigung. Bilden diese das “elementare Zumutesein” der randalierenden Jugend, so kommen als entstabilisierende Faktoren ungünstige Erziehungs-und Familienverhältnisse, Reifungsverzöge-rung und -krisen, massenpsychologische Phänomene u. a. hinzu, wobei das Zusammenwirken der mannigfaltigen Faktoren entscheidet und daher auch nur mit einer “synoptischen Methodik” zu klären ist.

Die eingeengte Stellung des Jugendlichen in der heutigen industriellen Gesellschaft fördert die Ausschreitungen der Halbstarken, die maximal jedoch nur 5% der männlichen Jugend, und zwar überwiegend aus der Schicht der in “er beruflichen Anerkennung unbefriedigten Hilfsarbeiter, Arbeitslosen und Lehrlinge umfassen. Es ist die “Tragödie des Ungelernten” (Dehn), der Aufstiegsmangel und Deklassierung als Frustration empfindet. Da all diesen die Selbstverwirklichung im Beruf nicht gelingt, entwickeln sie ein soziales Minder-wertigkeitsgefühl.

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