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Boehm, F. (1960). ÜBER DEN WEIBLICHKEITSKOMPLEX DES MANNES. Psyche – Z Psychoanal., 14(1):38-59.

(1960). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(1):38-59

ÜBER DEN WEIBLICHKEITSKOMPLEX DES MANNES

Felix Boehm

FRÜHE BEITRÄGE ZUR PSYCHOANALYSE

Redaktionelle Vorbemerkung:

In Fortsetzung unserer Reihe der Wiederveröffentlichung älterer psychoanalytischer Arbeiten bringen wir den nachfolgenden Beitrag Felix Boehms. Wir gedenken dabei des am 20. September 1958 verstorbenen Autors, der mit seiner Lebensarbeit geholfen hat, die Psychoanalyse in entscheidenden Jahren ihrer Entwicklung zu fördern.

Schon in der 1915 erschienen dritten Auflage der „Drei Abhandlungen“ sagt Freud in einer Anmerkung: „Diese (d. h. die Beobachtung) ergibt für den Menschen, daß weder im psychologischen noch im biologischen Sinne eine reine Männlichkeit oder Weiblichkeit gefunden wird. Jede Einzelperson weist vielmehr eine Vermengung ihres biologischen Geschlechtscharakters mit biologischen Zügen des anderen Geschlechts und eine Vereinigung von Aktivität und Passivität auf, sowohl insofern diese psychischen Charakterzüge von den biologischen abhängen, als auch insoweit sie unabhängig von ihnen sind.“

In seiner Arbeit: „Das Ich und das Es“ sagt er: „Man gewinnt nämlich den Eindruck, daß der einfache Ödipuskomplex überhaupt nicht das häufigste ist, sondern einer Vereinfachung oder Schematisierung entspricht, die allerdings oft genug praktisch gerechtfertigt bleibt. Eingehendere Untersuchung deckt zumeist den vollstündigeren ädipuskomplex auf, der ein zweifacher ist, ein positiver und negativer, abhängig von der ursprünglichen Bisexualität des Kindes, d.

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