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Tip: To see Abram’s analysis of Winnicott’s theories…

PEP-Web Tip of the Day

In-depth analysis of Winnicott’s psychoanalytic theorization was conducted by Jan Abrams in her work The Language of Winnicott. You can access it directly by clicking here.

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Searles, H.F. (1960). POSITIVE GEFÜHLE IN DER BEZIEHUNG ZWISCHEN DEM SCHIZOPHRENEN UND SEINER MUTTER. Psyche – Z Psychoanal., 14(3):165-203.

(1960). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(3):165-203

POSITIVE GEFÜHLE IN DER BEZIEHUNG ZWISCHEN DEM SCHIZOPHRENEN UND SEINER MUTTER

Harold F. Searles, M.D.

Translated by:
I. Vogel

Meine Erfahrungen in der Psychotherapie chronisch schizophrener Patienten haben mich zu der Überzeugung gebracht, daß die Grundgefühle in der Beziehung des Patienten zu seiner Mutter, die Gefühle, die stärker als irgendwelche anderen die Struktur dieser Beziehung und die Entwicklung der Krankheit des Patienten bestimmen, positive Gefühle sind — Zärtlichkeit, Anbetung, Mitgefühl, Fürsorge, liebevolle Anhänglichkeit und Hingabe. Bei dieser Beziehung, die von vielen dynamisch orientierten Untersuchern für zentral bedeutsam in der Ätiologie der meisten Fälle von Schizophrenie angesehen wird, habe ich gefunden, daß es nicht der häufig genannte gegenseitige Haß, die Ablehnung und die selbstsüchtige Abhängigkeit sind, die die Grundlage der Beziehung bilden, sondern vielmehr echte Liebe zueinander — Liebe, die zwar durch intensive Verleugnungsmechanismen weitgehend im Unbewußten zurückgehalten wird und sich nur ganz entstellt zu äußern vermag, die aber dennoch Liebe. Es ist mir weiterhin deutlich geworden, wie wesentlich es für den Patienten ist, sich dieser Liebe zwischen seiner Mutter und sich selbst bewußt zu werden, um sowohl zu einer gesunden Selbstachtung als auch zu einer vollständigen Überwindung seiner schizophrenen Erkrankung gelangen zu können.

Diese Auffassung, die ich in einer kürzlich erschienenen Arbeit über einen anderen Aspekt der Schizophrenie (18) bereits angedeutet habe, wurzelt zum Teil in einer persönlichen Mitteilung, die mir der verstorbene Ernest E. Hadley vor etwa vier Jahren machte. Er verhalf mir zu der Einsicht, daß die Möglichkeit einer liebevollen Beziehung zwischen Mutter und Kind in keinem Falle gänzlich fehlt und daß es für die Selbstachtung eines jeden Patienten wesentlich ist, zu dieser Gefühlssphäre zwischen sich und seiner Mutter Zugang zu gewinnen und sie zum Erleben zu bringen.

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