Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To review an author’s works published in PEP-Web…

PEP-Web Tip of the Day

The Author Section is a useful way to review an author’s works published in PEP-Web. It is ordered alphabetically by the Author’s surname. After clicking the matching letter, search for the author’s full name.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Häfner, H. (1960). Tournier, Paul: Echtes und falsches Schuldgefühl. Zürich und Stuttgart (Rascher Verlag) 1959, 351 Seiten, 15,— DM.. Psyche – Z Psychoanal., 14(4):742-743.

(1960). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(4):742-743

Tournier, Paul: Echtes und falsches Schuldgefühl. Zürich und Stuttgart (Rascher Verlag) 1959, 351 Seiten, 15,— DM.

Review by:
H. Häfner

Dieses Buch ist keine kasuistische oder systematische Diskussion des Schuldproblems in der Tiefenpsychologie, sondern ein höchst origineller Versuch, die christliche Anthropologie und Theologie der Schuld in den alltäglichen menschlichen Nöten zur Sprache und zur Antwort zu bringen. Es ging aus den „morgendlichen Schriftauslegungen” hervor, die der Verf. anläßlich der „Semaines Medicales” 1957 in Bossey (Médecine de la personne) zur Rolle des Schuldgefühls in der Medizin gab. So ist es auch von Anfang bis zum Ende wie ein Gespräch aufgebaut, spricht den Leser zumeist in direkter Rede an und trägt neben persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen auch Unterhaltungen mit Freunden und mit der eigenen Frau vor. Im wesentlichen besteht es in der Zwiesprache menschlicher Nöte, Fragen und Gedanken mit Worten des Alten und Neuen Testaments. So wächst es teilweise zu einer lebensnahen und dogmatischen, aber nicht immer unproblematischen Bibelexegese an.

Den Ausgangspunkt seines Fragens findet Tournier in der mannigfaltigen und schier unübersehbaren Schuldverstrickung des täglichen Lebens. „Man” fühlt sich schuldig, weil man weniger oder mehr Geld verdient, weil man anders denkt oder anders ist als die anderen. Aber neben dieser Verstrickung in anerzogene Regeln und konformistische Idole erzeugt auch der unwiderstehliche Mechanismus des gegenseitigen Sich-Beschuldigens beständig neue Schuldgefühle.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2020, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.