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von Ferber, C. (1960). Schelsky, H.: Ortsbestimmung der deutschen Soziologie. Düsseldorf - Köln (Eugen Diederichs) 1959, 154 Seiten.. Psyche – Z Psychoanal., 14(4):770-774.

(1960). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(4):770-774

Schelsky, H.: Ortsbestimmung der deutschen Soziologie. Düsseldorf - Köln (Eugen Diederichs) 1959, 154 Seiten.

Review by:
Chr. von Ferber

Auf dem letzten Internationalen Soziologenkongreß in Stresa (1959) gab Robert K. Merton seiner vergleichenden Analyse der nationalen Soziologien in Ost und West eine ebenso treffende wie bemerkenswerte Pointe. Er meinte - und dabei nahm er niemanden aus -, die Soziologen brächten ihren wissenschaftlichen Anspruch, zur Lösung gesellschaftlicher Konflikte beizutragen, allgemein dadurch in Mißkredit, daß sie ihren wissenschaftsinternen Auseinandersetzungen gleichsam „naiv” ausgeliefert wären. Kein Wunder also, wenn wir auch in Schelskys „Ortsbestimmung der deutschen Soziologie” lesen können, daß im Verkehr untereinander „die Soziologen gegenüher ihren eigenen Einsichten höchst immun sind“. Die offenbar strukturelle Schwäche der Soziologen, auch in eigener Sache die Umsicht zu methodischer Selbstkontrolle und die Offenheit gegenüber möglichen Einwänden zu entfalten, die sie in „Auftragsangelegenheiten” - wenigstens dem Anspruch nach - aufbringen, steht einer Soziologie der Soziologie daher in zwiefacher Weise entgegen: als Desillusionierung, die der lähmenden Einsicht in die eigene Interessiertheit folgt, und als Aufgabe, aus einer Haltung, die naiv sich selbst voraussetzt, zu einem durch-reflektierten Selbstverständnis weiterzuschreiten.

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