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Schraml, W. (1960). Niedermeyer, Albert: Grundriß der Sozialhygiene. Band V der Wiener Beiträge zur Hygiene, Bonn-Wien (W. Maudrich) 1957, 391 Seiten, 40 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 14(4):775-776.

(1960). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(4):775-776

Niedermeyer, Albert: Grundriß der Sozialhygiene. Band V der Wiener Beiträge zur Hygiene, Bonn-Wien (W. Maudrich) 1957, 391 Seiten, 40 DM.

Review by:
W. Schraml

Es ist bei der Besprechung einer Einführung in ein Gesamtgebiet oder eines Lehrbuches nicht möglich, eine kritische Stellungnahme zu einzelnen Detailfragen zu geben; deshalb soll hier nur der Ansatz des Vorhabens und die Methodik der Durchführung in Kürze Erörterung finden.

Der Verf. versteht unter „Sozialhygiene” im umfassendsten Sinne die Gesamthygiene der menschlichen Gesellschaft. Er bedient sich der universalistischen Betrachtungsweise, d. h. „einer Erweiterung der rein biologischen Betrachtung durch die Einbeziehung sozialer Gesichtspunkte und einer Überhöhung durch die Berücksichtigung ethisch-metaphysischer Hintergründe“. In dieser Betrachtungsweise liegt die Stärke und die Schwäche des vorliegenden Werkes. Die Stärke insofern, als ein solcher Ansatz die Möglichkeit einer breiten kulturkritischen und philosophischen Durchdringung des Themas bietet; eine Schwäche insofern, als der Verf. durch seine universalistische Betrachtungsweise zu sehr apodiktischen Feststellungen gelangt, für welche er in einer Reihe von Fällen keinerlei wissenschaftliche Belege bringt.

Der Autor steht ausdrücklich auf dem Boden der katholischen Weltanschauung und sieht daher alle Fragestellungen im sozialhygienischen, psychohygienischen, soziologischen, sexualhygienischen Bereich aus der Sicht einer „philosophia perennis” und katholischen Sittenlehre. Wenn dieser persönliche geistige Standort in der Vorbemerkung dargelegt worden wäre, hätten wir dies für wissenschaftlich korrekt gehalten. Leider tat das der Verf. nicht, sondern überließ es dem Leser, diese seine Position im Verlauf des Buches kennenzulernen.

Da der Autor von Haus aus Gynäkologe ist, gehört verständlicherweise seine persönliche Zuwendung innerhalb der Sozialhygiene den Fragen der generativen Hygiene, und es nehmen die Ausführungen „über das Geburtenproblem, über Eheberatung, Eugenik“, einen breiten Raum ein; auch beschränkt sich der Autor auf ein Literaturverzeichnis, welches nur die Literatur zum Thema Eheberatung anführt. Im Anhang von nahezu 30 Seiten werden Untersuchungsschemata und Richtlinien aus der Eheberatungsstelle der Stadt Wien ausführlich wiedergegeben.

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