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PEP-Web Tip of the Day

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Engel, S.W. (1960). Wilfert, Otto: Jugend-„Gangs“. Entstehung, Struktur und Behandlungsmöglichkeit der Komplizengemeinschaft Jugendlicher. (Kriminologische Abhandlungen. Neue Folge. Herausgegeben von Prof. R. Grassberger, Wien. Band 4) Wien (Springer) 1959, VII, 60 Seiten, 8,- DM.. Psyche – Z Psychoanal., 14(4):788-789.

(1960). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(4):788-789

Wilfert, Otto: Jugend-„Gangs“. Entstehung, Struktur und Behandlungsmöglichkeit der Komplizengemeinschaft Jugendlicher. (Kriminologische Abhandlungen. Neue Folge. Herausgegeben von Prof. R. Grassberger, Wien. Band 4) Wien (Springer) 1959, VII, 60 Seiten, 8,- DM.

Review by:
S. W. Engel

Von der emotionellen Verflachung und der materiellen Übersättigung der Jugendlichen, die durch die sozialen und technischen Entwicklungen der Moderne bedingt sind, und von der Fragestellung der Pubertät ausgehend, wird das Problem des Jugendgangs betrachtet. Dieser Begriff scheint uns insofern nicht glücklich gewählt, als „gang“ dem Wortsinn nach die Mechanik und Brutalität des Mühlengangs enthält (siehe von Hentig) und das doch sehr eindeutige Wort „Gangster“ mitklingen läßt, während die von Wilfert beschriebenen Gangs eigentlich nur mehr jugendliche Straßengruppen mit starkem Zusammengehörigkeitsgefühl sind, die nicht in jedem Fall kriminell zu sein brauchen. Sie entstehen aus einem Mangel, aus dem Untergang der patriarchalischen Familie und ihrer Verwandlung in eine „Team-Gemeinschaft“, aus dem Unschöpferischen und daher Unbefriedigenden von moderner Arbeit und Freizeit, und aus einem Aktivum: aus der Tendenz zum Kollektiv, aus Protest, Abenteurertum, Angabe etc. Neben der starken Gruppenstruktur dieser Gangs, die meist ein bis zwei Führungspersönlichkeiten haben, wird die doppelte Moral (d. h. innerhalb der Gruppe und gegenüber der Umwelt) beschrieben und die Gangautorität, die an die Stelle der häufig als zu unstabil und zu kompromißreich empfundenen Erwachsenenautorität tritt.

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