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Klein, M. (1960). DIE BEDEUTUNG DER SYMBOLBILDUNG FÜR DIE ICHENTWICKLUNG. Psyche – Z Psychoanal., 14(5):242-255.

(1960). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(5):242-255

DIE BEDEUTUNG DER SYMBOLBILDUNG FÜR DIE ICHENTWICKLUNG

Melanie Klein

Die folgenden Ausführungen beruhen auf der Annahme eines frühen Entwicklungsstadiums, in dem es zur Aktivierung des Sadismus auf allen Quellgebieten kommt. Diese Phase wird durch die oralsadistische Begierde, die Brust resp. die Mutter zu fressen, eingeleitet, klingt in der früheren analen Stufe ab und umfaßt nach meinen Erfahrungen die höchste Blüte des Sadismus. Ihr leitendes Streben ist darauf gerichtet, sich den Inhalt des Mutterleibes anzueignen und sie mit allen Mitteln des Sadismus zu zerstören. Diese Phase leitet zugleich auch den Ödipuskonflikt ein. Die bereits beginnende Wirksamkeit des Genitales bleibt zunächst undurchsichtig, da die prägenitalen Triebregungen das Feld beherrschen. Die Tatsache, daß der Beginn des Ödipuskonfliktes unter der Vorherrschaft des Sadismus erfolgt, ist die Grundlage für alle meine weiteren Aufstellungen.

Das Kind erwartet, im Innern der Mutter den Penis des Vaters, Exkremente und Kinder, die es eßbaren Stoffen gleichsetzt, zu finden. Seine frühesten Phantasien vom Koitus der Eltern („Sexualtheorien“) gehen dahin, daß der väterliche Penis resp. der ganze Vater der Mutter einverleibt wird. Die auf diese Weise gegen beide Elternteile gerichteten sadistischen Angriffe, in denen diese in der Phantasie zerbissen, zerrissen, zerschnitten, zerstampft werden, lösen die Angst vor der Strafe beider, miteinander vereinigten Eltern aus — eine Angst, die sich zufolge der oralsadistischen Introjektion der Objekte auch verinnerlicht und so den äußeren Objekten und den introjizierten, also auch schon dem frühen Über-Ich gilt.

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