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Winnicott, D.W. (1960). PRIMÄRE MÜTTERLICHKEIT. Psyche – Z Psychoanal., 14(7):393-399.

(1960). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(7):393-399

PRIMÄRE MÜTTERLICHKEIT

Dr. D. W. Winnicott

Translated by:
Übersetzung: Dr. M. v. Niederhöffer

Anlaß zu dieser Arbeit gab eine Diskussioh über „Probleme der kindlidien Neurose“. Die versduedenen Beiträge Anna Freuds zu dieser Diskussion ergeben einc wichtige Zusammenstellung der heutigen psychoanalytischen Theorie, soweit sie sich auf die sehr frühen Stadien des kindlichen Lebens und die Entstehung der Persönlichkeit bezieht.

Ich möchte das Thema der frühesten Kind-Mutter-Beziehung weiter entwickeln, denn sie ist im Beginn des kindlichen Lebens von größter Bedeutung und tritt erst allmählich hinter dem Thema vom Kind als unabhängigem Wesen zurück.

Zuerst muß ich das unterstreichen, was A. Freud unter der Überschrift „Übliche Mißverständnisse“ sagt. „Enttäuschungen und Versagungen gehören untrennbar zur Mutter-Kind-Beziehung. … für die kindliche Neurose das mütterliche Versagen während der oralen Phase verantwortlichi zu machen, ist nichts als eine bequeme, irreführende Verallgemeinerung. Die Analyse muß bei ihrer Suche nach der Verursachung der Neurose weiter und tiefer schürfen.“ Mit diesen Worten vertritt A. Freud eine Ansicht, die im allgemeinen von den Psychoanalytikern geteilt wird.

Trotzdem führt es uns weiter, wenn wir die Stellung der Mutter berücksichtigen. Es gibt so etwas wie eine Umwelt, die zu ungünstig ist und die kindliche Entwicklung verkrüppelt, ebenso wie es eine ausreichend gute Umgebung gibt, die es dem Kind ermöglicht, auf jeder Stufe zugleich mit den Ängsten und Konflikten die spezifischen Befriedigungen dieser Phase zu erleben.

A.

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