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Hinterleithner, W. (1960). SCHICKSALSANALYSE EINES DICHTERISCHEN SCHAFFENSPROZESSES. Psyche – Z Psychoanal., 14(7):442-470.

(1960). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(7):442-470

SCHICKSALSANALYSE EINES DICHTERISCHEN SCHAFFENSPROZESSES

Wilhelm Hinterleithner

Die vorliegende schicksalsanalytische Untersuchung eines Kunstwerkes verfolgt zwei Ziele.

1.   Das erstmalige Erleben eines Kunstwerkes mag für uns groß sein; aber es bleibt im Instinktiven und daher in unbewußter Dumpfheit befangen. Die „participation mystique“ mit dem Wesensschicksal des Künstlers in seinem Kunstwerk ist es, die unser tiefes Erleben seines Werkes ermöglicht. Partizipation ist unbewußtes Eins-, Gleich- und Verwandtsein mit dem anderen. Mit welchem anderen aber sind wir in unserem Kunsterleben eins, gleich und verwandt? Wer ist es, der uns da so unwiderstehlich anlockt und in die mystische Identität hineinzieht? Diese Arbeit will etwas vom Geheimnis schöpferischer Tätigkeit aufleuchten lassen, soweit es überhaupt menschlicher Erkenntnis zugänglich ist.

2.   Der Weg in diese Tiefe ist aber nicht mit den Mitteln der Kunstwissenschaft und der Bewußtseinspsychologie gangbar. Auch mit den Mitteln der Psychoanalyse S. Freuds und der Komplexpsychologie C. G. Jungs vermag man nur Teilaspekte in der Entstehung des Kunstwerkes aufzudecken. Erst mit der um die „Ich-Analyse“ zentrierten Schicksalspsychologie L. Szondis gelingt es, das menschlich Wesentliche des künstlerischen Schaffens durchsichtig zu machen. Damit ist das zweite Ziel meiner Abhandlung ausgesprochen: sie will zugleich auch die Angemessenheit und Brauchbarkeit der Schicksals- und Ich-Analyse L. Szondis zur Aufdeckung der Kernproblematik im Entstehungsprozeß eines Kunstwerkes demonstrieren.

Zur schicksalsanalytischen Untersuchung wählte ich das Jugenddrama Franz Grillparzers „Die Ahnfrau“.

Zuvor will ich die existentielle Problematik des künstlerischen Schaffens als jedem Menschen innewohnend aufzeigen. Auf diese Weise wird dann jeder den Zugang zum Wesen des Kunstwerkes, des Künstlers und des künstlerischen Schaffens finden.

Kunst als Erlösung durch Gestaltung

„Und wenn der Mensch in seiner Qual verstummt,

Gab mir ein Gott zu sagen, was ich leide“ (Goethe).

Jeden von uns hat es schon gedrängt zu sagen, wenn unser Herz übervoll war von Freude oder Schmerz.

Wer

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