Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To report problems to PEP-Web…

PEP-Web Tip of the Day

Help us improve PEP Web. If you find any problem, click the Report a Problem link located at the bottom right corner of the website.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Sievers, E. (1960). EINIGE TIEFENPSYCHOLOGISCHE ASPEKTE DER EIGNUNG ZUM FÜHREN VON KRAFTFAHRZEUGEN. Psyche – Z Psychoanal., 14(7):471-480.

(1960). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(7):471-480

EINIGE TIEFENPSYCHOLOGISCHE ASPEKTE DER EIGNUNG ZUM FÜHREN VON KRAFTFAHRZEUGEN

Ernst-F. Sievers

I

Den bisherigen psychoanalytischen Untersuchungen zum Eignungsproblem des Kraftfahrers liegt im allgemeinen das Phänomen des Unfällers bzw. des Gesetzesübertreters zugrunde.

Ausgehend von Freuds Lehre über die Fehlleistungen, den Destruktionstrieb, die gegen das eigene Ich gewandte Aggression, unbewußte suicidale Tendenzen und das mögliche Agieren im Rahmen ödipaler Problematik wird der Unfäller vorwiegend im Zusammenhang mit Autoritätsproblematik, Anstauungen von Angst und Wut oder sexuellen Konfliktsituationen gesehen.

Der Unfall oder der Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung werden als Agieren eines neurotischen Konfliktes verstanden. Er wird gesehen in seiner Bedeutung für das Schicksal des Einzelnen. Demgegenüber liegen unseren Untersuchungen Eignungsbegutachtungen von mehr als 7000 Führerscheinbewerbern oder Führerscheininhabern zugrunde. Dabei bringt es die Eigenart unserer Tätigkeit — Begutachtung der Fahrtauglichkeit vorwiegend auf Veranlassung staatlicher Stellen und nicht auf eigenen Wunsch — mit sich, daß der Erhebung frühkindlicher Daten und dem Eindringen in die Intimsphare enge Grenzen gezogen sind.

So kommt es, daß wir die lebensgeschichtliche Bedeutung des einzelnen Unfalls oder Verstoßes gegen die sozialen Erfordernisse des Straßenverkehrs nicht so mikropsychologisch klären können, wie dies häufig im Rahmen analytischer Psychotherapie möglich ist. Auf Grund der großen Zahl aber treten die Zusammenhange zwischen Struktur oder Strukturanteil der Persönlichkeit und Unfallneigung bzw. Verkehrsübertretung deutlich hervor.

So wollen unsere nachfolgenden Ausführungen verstanden werden als der Versuch einer Antwort auf die Frage, welche Persönlichkeitsstrukturen oder Strukturanteile engen die Fahrtauglichkeit ein, erhöhen den Gefährdungsgrad eines Kraftfahrers oder lassen ihn zu Unfallen oder zu Verletzungen rechtsstaatlicher Normen tendieren.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2020, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.