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Engel, S.W. (1960). Glover, E.: The roots of crime. London (Imago Publ. Co.) 1960, 422 Seiten, 45 sh.. Psyche – Z Psychoanal., 14(8):823-824.

(1960). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(8):823-824

Glover, E.: The roots of crime. London (Imago Publ. Co.) 1960, 422 Seiten, 45 sh.

Review by:
S. W. Engel

Dieser Versuch, die Wurzeln des Verbrechens bloßzulegen und die Mittel zu seiner Behandlung aufzuzeigen, beruht auf der beharrlichen, von 1912 bis heute durchgeführten therapeutischen Arbeit des Autors, dem seit 1931 ein eigenes Institut und eine Klinik in London zur Verfügung stehen. Das Buch behandelt alle das Verbrechen betreffenden Probleme, die teils vom kriminologischen, von den sozialen und forensischen, vom psychopathologischen, vornehmlich aber vom psychoanalytischen Aspekt her betrachtet werden. Es lebt vom therapeutischen Impuls, und der Appell an alle Beteiligten, Juristen, Gesetzgeber, Psychiater usw., den Begriff des Verbrechens zu entmoralisieren und an seine Stelle leidenschaftslosere und erhellende charak- terologische Begriffe zu setzen, ist eins seiner Anliegen.

Glover beklagt die absurde Diskrepanz zwischen dem großen indirekten Einfluß der Analyse auf die Delinquenz und ihrer mangelnden direkten Anwendung. Er sieht den Hauptansatz in der direkten Einwirkung auf die Entwicklung des Kindes, die uns, je mehr wir hier tun, die Delinquenz desto mehr verstehen läßt, und er möchte die Verbrechensprävention hier beginnen lassen. Die Fähigkeit, wiederholte Enttäuschungen zu überdauern, ist nach Glover die Voraussetzung jeder Therapie, und er hat recht, wenn er sagt, daß der kriminelle Psychopath mit einer feindlichen Übertragung in die Behandlung eintritt und daß er diese oft noch nachher zu sabotieren sucht.

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