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Kunz, H. (1960). Winkelsträter, Karl H.: Das Betteln der Zoo-Tiere. Beiheft zur Schweiz. Zeitschr. f. Psychologie u. ihre Anwendungen, Nr. 39. Bern und Stuttgart (Verlag Hans Huber) 1960, 92 Seiten.. Psyche – Z Psychoanal., 14(8):858-859.

(1960). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(8):858-859

Winkelsträter, Karl H.: Das Betteln der Zoo-Tiere. Beiheft zur Schweiz. Zeitschr. f. Psychologie u. ihre Anwendungen, Nr. 39. Bern und Stuttgart (Verlag Hans Huber) 1960, 92 Seiten.

Review by:
H. Kunz

Jedem Zoo-Besucher ist das sogenannte „Betteln“ der verschiedensten Tierarten bekannt. Wenn er nicht gerade in der modernen zoologischen Verhaltensforschung zu Hause ist, dürfte vermutlich jeder es als Verlangen nach Futter deuten. Daher wird er bald nach Beginn der Lektüre der vorliegenden interessanten und sorgfältigen Abhandlung mit Überraschung vernehmen, daß das „Futterbetteln … in vielen Fällen nicht auf Hunger zurückzuführen“ sei, „sondern auf das Bedürfnis des gefangen gehaltenen Tieres nach Betätigung“. Nur um gefangene Tiere und damit um ein „anthropogenes“, d. h. durch die Anwesenheit von Menschen bewirktes Gebaren handelt es sich in der Arbeit, nicht um das Futterbetteln der Vögel. Jenes anthropogene Betteln konstituiert sich aus angeborenen artspezifischen Aktionen oder Reaktionen und aus Erlerntem. Es kommt darin „das Bemühen des Tieres zum Ausdruck, die realen oder imaginären Hindernisse, die der Erreichung des Wunschzieles im Wege stehen, zu überwinden“; und seine Funktion liegt in der Verringerung der Bedürfnisspannungen. Ob die Bestimmung seines Wesens als Überwindung der realen oder imaginären zielverstellenden Hindernisse zutreffend ist, scheint mir doch etwas fraglich und zu sehr vom Standpunkt des Beobachters her erfolgt zu sein. Was bedeutet für das Tier ein „imaginäres“ Hindernis? Geht es ihm nicht doch primär um die Erreichung des Zieles und im Zusammenhang damit sekundär um die Hindernisbeseitigung? Als „Bettelmotive“ — der Ausdurck „Antrieb“ wäre wohl besser und weniger zu anthropomorphen Deutungen verleitend gewesen; „Motiv“ hat zumeist einen spezifisch menschlichen Sinn als Vorsatz des Wollens — werden Hunger, Appetit, Durst, Schutz, Ruhe, Geborgenheit, soziales Bedürfnis, Kontakt- und Körperpflegebedürfnis, Sexualtrieb, Bewegungs-, Betätigungsund Spielbedürfnis, Neugier unterschieden und jeweils an entsprechenden Beispielen illustriert.

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