Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To bookmark an article…

PEP-Web Tip of the Day

Want to save an article in your browser’s Bookmarks for quick access? Press Ctrl + D and a dialogue box will open asking how you want to save it.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Biermann, G. (1960). Mandel, Rudolf: Die Aggressivität bei Schülern. Beobachtung und Analyse des aggressiven Verhaltens einer Knabengruppe im Pubertätsalter. Bern—Stuttgart (Hans Huber) 1959, 115 Seiten, 14,— DM/Fr.. Psyche – Z Psychoanal., 14(8):867.

(1960). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(8):867

Mandel, Rudolf: Die Aggressivität bei Schülern. Beobachtung und Analyse des aggressiven Verhaltens einer Knabengruppe im Pubertätsalter. Bern—Stuttgart (Hans Huber) 1959, 115 Seiten, 14,— DM/Fr.

Review by:
Gerd Biermann

Verfasser beobachtete 65 Internatszöglinge im Alter von 9,6 bis 16,9 Jahren, davon 37 kontinuierlich über neun Monate bezüglich ihrer Aggressionsäußerungen. Während eine sorgfältige Aufgliederung in 56 verschiedenen Formen aggressiver Manifestationen (direkte und indirekte aggressive Formen, Selbstaggressionen, Destruktionen) nur wenig zum tieferen Verständnis der Aggressionen beitrug, ergab die Faktorenanalyse, besonders aber das wiederholte Soziogramm wesentliche Aufschlüsse über die Ursprünge aggressiver Regungen in der Gruppe. Aggressive Schüler fanden sich meist auf der unteren Stufe der Rangordnung, um mit einem Rangaufstieg ihre aggressiven Tendenzen zu verlieren. Nur wenige aggressive Störer blieben ständig unten. (Hier finden sich Parallelen zu den gleichfalls auf niederen sozialen Rangstufen stehenden permanenten Störern und Anführern der Halbstarkenkrawalle, Ref.).

Der sozial-ambivalente, nämlich gleichzeitig kontaktsuchende und -bindende Charakter mancher Aggressionen, wie necken, reizen u. a., ist zu beachten. So kommt der Aggression eine wichtige soziale Bedeutung im Dienst der Ich-Verteidigung und Ich-Erweiterung zu, auf die Mitscherlich mit dem Begriff der Aktivität als einer gelungenen Legierung von Libido und Destrudo (Aggression) hingewiesen hat.

Wenn Verfasser beiläufig andeutet, welche Gründe (z. B. Scheidung der Eltern) die Internatsaufnahme der Schüler veranlaßten, so ist zu vermuten, daß das Bild der Aggression auf dem Hintergrund der Lebensschicksale der Kinder noch wesentlich vielschichtiger erscheinen würde.

Gerd

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2020, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.