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Eicke, D. (1960). von Schumann, Hans-Joachim: Träume von Blinden. (Vom Standpunkt der Phänomenologie, Tiefenpsychologie, Mythologie und Kunst) Basel (S. Karger) 1959, 168 Seiten, 16, — DM/sFr.. Psyche – Z Psychoanal., 14(8):877-878.

(1960). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(8):877-878

von Schumann, Hans-Joachim: Träume von Blinden. (Vom Standpunkt der Phänomenologie, Tiefenpsychologie, Mythologie und Kunst) Basel (S. Karger) 1959, 168 Seiten, 16, — DM/sFr.

Review by:
D. Eicke

Verf. reiht ein fleißig zusammengetragenes Material hintereinander auf. Er bringt Beispiele aus Prosadichtung, Dra matik, Epik, Lyrik, Sagen, Legenden, Märchen, Mythen, Graphik, Malerei und Musik, sowie parapsychologische Träume, Reaktionsträume (auf das Erblin-dungstrauma), Angstund Aggressionsträume, Schuldgefühle und Intelligenzleistungen im Traum, sowie die Kombinationen von akustisch-taktil-olfakto-rischen Vorstellungen beim Fehlen visueller Bilder (Blindgeborene) bzw. auch beim Zurücktreten visueller Vorstellungen (Früh- und Späterblindete). Diese Vielfalt an Details neben vielen Wiederholungen macht das Anliegen des Verf. nicht deutlicher. Man merkt, daß er sich in liebevoller Weise der Blinden annimmt. Er möchte gerne hervorheben, daß sie nicht so oberflächlich wie Sehende, sondern geistiger seien, aber mehr Angst hätten. Seine Deutungen überzeugen aber keineswegs. Insbesondere ist die Beschreibung der Bilder recht willkürlich. Seiner Behauptung, daß Blinde mehr Angstträume, mehr Schuldgefühle oder andere pathologische Symptome hätten, mangelt der Vergleich mit Behandlungen Sehender. Auch Blinde können ja ihre Ängste überwinden, wie Verf. selbst erwähnt.

Wir würden eher denken, daß durch das Schicksal der Erblindung die neurotische Symptomatik für den Betroffenen unausweichlicher wird. Verf. vermeidet aber zu erwähnen, daß die psychopathologisdhen Phänomene bei Blinden auch mit einer Neurose Zusammenhängen. Besonders auffallend ist, daß er das Faktum der Kastrationsangst übersieht. Dabei schreibt er mehrfach, daß der Verlust der Augen einen Verlust an „vitaler Potenz“ bedeute. Er erwähnt auch zusammenhanglos die Selbstverstümmelung von Oedipus und eine Reihe sexuell determinierter Träume. Er glaubt, die Sexualität für den Zusammenhang als unabhängig abtun zu können.

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