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Rosenfeld, H.A. (1960). ÜBER RAUSCHGIFTSUCHT. Psyche – Z Psychoanal., 14(9):481-495.

(1960). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(9):481-495

ÜBER RAUSCHGIFTSUCHT

Herbert A. Rosenfeld

Translated by:
R. C. Schön

Nachdem Freud schon 1905 auf die konstitutionelle Steigerung der Oralerotik bei Männern mit starkem Hang zu Trunk und Rauchen hingewiesen hatte, sind viele Beiträge zum Problem der Rauschgiftsucht veröffentlicht worden. Rado, Daniels, Benedek, Robbins, Fenichel und andere bestätigten Freuds Beobachtung, daß bei Süchtigen die Oralität gesteigert sei. Die Beziehung zwischen Rauschgiftsucht — vor allem Alkoholismus — und latenter Homosexualität wurde von Abraham, Freud, Ferenczi, Juliusburger, Tausk, Kielholz, Hartmann, Riggall und anderen untersucht.

Kielholz und Simmel brachten Narzißmus und Rauschgiftsucht in Verbindung, während Abraham und später Simmel den Anteil der Aggression betonten. Edward Glover bestätigte und erweiterte diese Meinung, indem er bei Sucht den Nachdruck auf die frühkindliche Aggression und den frühkindlichen ödipalen Kernkonflikt legte, womit er eine Verbindung zu Melanie Kleins Ansicht über Aggression und frühkindlichen Ödipuskomplex herstellte. Man versuchte dann auch, Rauschgiftsucht als Krankheit zu definieren und ihre Verwandtschaft zu anderen Krankheiten, Neurosen und Psychosen zu zeigen. Freud, Rado, Simmel, Benedek, Weijl und schließlich auch Federn betonten den Zusammenhang zwischen Rauschgiftsucht und Manie oder Depression; während andere, so z. B. E. Glover, den paranoiden Anteil hervorhoben. Es ist bemerkenswert, daß die wichtigsten und ausführlichsten psychoanalytischen Aufsätze über das Problem der Rauschgiftsucht vor 1939 geschrieben wurden. Einer der Gründe für diese einstweilige Seltenheit derartiger Beiträge mag die Erkenntnis sein, daß die Behandlung Süchtiger in der psychoanalytischen Praxis außerordentlich schwierig ist.

Ich bin der Ansicht, daß der Süchtige deshalb ein besonders schwer zu behandelnder Patient ist, weil der Analytiker nicht nur einem psychologisch determinierten Zustand, sondern auch einer toxisch bedingten Verwirrung gegenübersteht.

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