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Bonaparte, M. (1961). VITALISMUS UND PSYCHOSOMATIK. Psyche – Z Psychoanal., 14(10):561-588.

(1961). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(10):561-588

VITALISMUS UND PSYCHOSOMATIK

Marie Bonaparte

Translated by:
Emma V. Pelet

Es mag kühn erscheinen, daß ein Nicht-Mediziner, der „nur Psychoanalytiker“ ist, wie die Mediziner sagen werden, sich an das schwierige Thema der Beziehungen zwischen der heutigen Psychosomatik und dem altüberlieferten Animismus-Vitalismus wagt. Aber schon immer waren auch Philosophen ohne jede klinische Erfahrung vom Mysterium des Lebens fasziniert, das unser Thema bildet.

Der anorganischen Welt, die den Gesetzen der Mechanik, Physik und Chemie unterliegt, steht die Welt des organischen Lebens gegenüber, vom niedrigsten Virus bis hinauf zum Menschen. Man hat versucht, das Entstehen der organischen aus der anorganischen Welt von deren eigenen, deterministischen Gesetzen her zu erklären. Zahlreiche andere Forscher wollten unter dem Eindruck des Sprunges, den der Übergang von der unbelebten zur belebten Materie vorauszusetzen scheint, dem Leben noch ein Attribut hinzufügen, das, je nach den Denkern und Zeiten, mit verschiedenen Umschreibungen einer „Lebenskraft“ bezeichnet wurde.

Seit dem griechischen Altertum, um nicht weiter zurückzugehen, gab es in der Philosophie die atomistische Schule des Demokrit, die im Gegensatz zur dynamistischen Schule Heraklits stand. Parallel dazu bestand in der Medizin im 5. Jahrhundert v. Chr. die organizistische Schule des Knidos und in Opposition zu ihr die vitalistische Schule des Hippokrates.

Aristoteles, dessen Philosophie das ganze Mittelalter beherrschte, war Vitalist in seiner dualistischen Unterscheidung des materiellen Körpers von der „Gestalt“, die hinzukommt, damit das Sein in Erscheinung treten kann. „Die Seele“, sagte er, „ist die erste Entelechie eines natürlichen Körpers, dessen bewegende Kraft sie ist.“

Galenos schließlich (130-200 n. Chr.), Arzt aus Pergamon, scheint versucht zu haben, den Organizismus mit dem Vitalismus in Einklang zu bringen.

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