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Schur, M. (1961). PHYLOGENESE UND ONTOGENESE DER AFFEKT- UND STRUKTURBILDUNG UND DAS PHĂ„NOMEN DES WIEDERHOLUNGSZWANGES. Psyche – Z Psychoanal., 14(10):617-640.

(1961). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(10):617-640

PHYLOGENESE UND ONTOGENESE DER AFFEKT- UND STRUKTURBILDUNG UND DAS PHÄNOMEN DES WIEDERHOLUNGSZWANGES

Max Schur

Translated by:
Wolfgang Loch

In früheren Veröffentlichungen beschäftigte ich mich mit den wechselseitigen Beziehungen, die zwischen Strukturbildung, Ichregression und den ontogenetischen Schicksalen der Angst bestehen (52, 53) und unterzog das Problem der Angst dabei einer phylogenetischen Betrachtung (54). Das machte es erforderlich, ethologische Begriffe heranzuziehen, und führte zur Diskussion der zwischen ethologischen und psychoanalytischen Formulierungen bestehenden Analogien und Verschiedenheiten. Ich kam zu dem Schluß, daß eine solche Betrachtungsweise unserem allgemeinen Verständnis der Affekt- und Strukturbildung dienlich sei.

Ausgangspunkt für meine jetzige Veröffentlichung war eine kritische Betrachtung des Begriffes „Wiederholungszwang“, wodurch wiederum eine weitere Erörterung bestimmter phylogenetischer und ontogenetischer Aspekte der Affekt- und Strukturbildung notwendig wurde. Das erklärt auch den komplizierten Titel und die Dichotomie, die im folgenden vorherrschen wird. Ich bin mir im klaren darüber, daß ein derartiger Versuch nur eine Skizze sein kann, die zu weiterer Forschung anregen soll.

Das Problem des Wiederholungszwanges

Zunächst möchte ich kurz andeuten, wie ich seinerzeit das Problem des Wiederholungszwanges anging. Ich erörterte die Angst, indem ich sie zu einem Kontinuum in Beziehung brachte, das zwischen Erregungsauslösern und den dazugehörigen Reaktionen besteht, und verknüpfte biologische und psychologische Angstbegriffe mittels der Einführung des genetischen Prinzips.

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