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Grotjahn, M. (1961). Psychotherapie und Tiefenpsychologie Freud, Sigmund: Briefe 1873-1939. Herausgegeben von Ernst Freud, London. Frankfurt am Main (S. Fischer) 1960, 512 Seiten, 22,00 DM.Englische Ausgabe unter dem Titel “Letters of Sigmund Freud” (übersetzt von Tania und James Stern) bei Basic Books, New York 1960. Psyche – Z Psychoanal., 14(12):900-905.

(1961). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(12):900-905

Buchbesprechungen

Psychotherapie und Tiefenpsychologie Freud, Sigmund: Briefe 1873-1939. Herausgegeben von Ernst Freud, London. Frankfurt am Main (S. Fischer) 1960, 512 Seiten, 22,00 DM.Englische Ausgabe unter dem Titel “Letters of Sigmund Freud” (übersetzt von Tania und James Stern) bei Basic Books, New York 1960

Review by:
M. Grotjahn

Translated by:
K. Hügel

Wenn man diese 315 Briefe Sigmund Freuds liest, ist es, als ob man ebenso oft bei ihm zu Besuch gewesen wäre: man liest, lernt, erlebt. Die Lektüre ist ein großer ästhetischer Genuß, da Freud ein meisterhaftes Deutsch schrieb. Sein unverkennbar eigener Stil wurde schon von seinen Lehrern gelobt. Der Leser ist, wenn er das Buch beendet hat, nicht mehr derselbe, der er vorher war. Er ist um eine tiefe, wertvolle analytische Erfahrung bereichert, ähnlich etwa wie bei der Lektüre von Dante oder Dostojewski. Freud schreibt mit der Leidenschaft eines jungen Mannes für das Leben; mit der Reife des Wissenschaftlers und Forschers, mit der Weisheit des alten Mannes, der die Tragödie des menschlichen Lebens erleidet und sie mit der Stärke eines Moses oder Hiob auf sich nimmt.

Die Briefe umfassen eine Spanne von 66 Jahren. Den ersten schrieb der 17jährige Jüngling (1882), den letzten der 83jährige Greis kurz vor seinem Tode in London (1939). Die Briefe zeigen Freud als jungen Mann, der an seine geliebte Braut schreibt; lehrend, kämpfend, geduldig – ungeduldig die viereinhalb Jahre bis zur Heirat verwartend. Fast ein Drittel (über 90) der Briefe sind an seine Braut, Martha Bernays, gerichtet. Sie zeigen das Wachstum Freuds, seine inneren und äußeren Kämpfe, sein Reifen, sein Selbstbewußtsein, seine geniale Größe, seine Arbeit, seine leidenschaftliche Liebe zum Leben und sein ständiges Bewußtsein von ihm entgegentretender Krankheit, Not, Tod und Leiden.

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