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Herzog, E. (1961). Caillois, Roger: Die Spiele und die Menschen. Maske und Rausch. Stuttgart (Curt E. Schwab) 1960, 222 Seiten, Ln. 16,80 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 14(12):938-939.

(1961). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 14(12):938-939

Caillois, Roger: Die Spiele und die Menschen. Maske und Rausch. Stuttgart (Curt E. Schwab) 1960, 222 Seiten, Ln. 16,80 DM.

Review by:
E. Herzog

Der bekannte französische Soziologe hat sein Werk mit vollem Bedacht “die Spiele und die Menschen” betitelt, denn es handelt sich um eine soziologische Analyse aus der Gegenüberstellung beider Faktoren. Eine psychologische Betrachtung würde den Menschen als spielendes Wesen (soweit er sich darin ausdrückt) darzustellen haben. Die soziologische Anschauungsweise genießt den Vorzug, daß sie klare Fakten als gegeben vorfindet und diese entsprechend eindeutig zu systematisieren vermag. So kommt Verf., übrigens in einer gründlichen Auseinandersetzung mit Huizinga und Groos, zu einem Schema, das die Spiele (auch die von Huizinga nicht berücksichtigten Glücks- und Maskenspiele) in vier Gruppen gliedert, deren jede sich kontinuierlich in sich von der Regellosigkeit zur Herrschaft einer “Spielregel” hin aufbaut. Diese vier Gruppen charakterisiert Verf. durch bezeichnende Stichworte als: ilinx (eigentl. Wasserstrudel, dann Rausch), als mimicry (alle mimischen und Verkleidungsspiele), als alea (Würfel-, dann Glücksspiele überhaupt) und als agon (Wettkampfspiele aller Art). Als unabdingbares Merkmal jedes Spieles fordert Caillois, daß es in einem durch Konvention künstlich und nur für eine bestimmte (eben die Spiel-) Dauer geschaffenen “Raum” stattfindet, der deutlich von den übrigen Realitäten des Lebens abgegrenzt ist.

Der Psychologe wird freilich die Frage stellen, ob dieser “künstliche Raum” wirklich auch bei den frühen Spielen der Kleinkinder anzutreffen ist. Ebenso trägt jene vierfache Gruppierung wenig bei zum psychologischen Verständnis für die schöpferischen Spiele des Kindes, das Bauen und Zerlegen, das Schmieren, Malen und Zeichnen, das Suchen und Verstecken und für die Sing- und Reigenspiele usw.

Auch wenn der Verf. häufig gewisse Kinderspiele, ja selbst Spiele der Tiere als Beispiele heranzieht, so liegt doch das Hauptinteresse dieser Arbeit bei den Spielen der Erwachsenen.

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