Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To access PEP-Web support…

PEP-Web Tip of the Day

If you click on the banner at the top of the website, you will be brought to the page for PEP-Web support.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Stierlin, H. (1962). Bräutigam, Walter: Psychotherapie in anthropologischer Sicht. Stuttgart (Ferdinand Enke) 1961, 202 Seiten, 29,— DM.. Psyche – Z Psychoanal., 15(12):912-914.

(1962). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 15(12):912-914

Bräutigam, Walter: Psychotherapie in anthropologischer Sicht. Stuttgart (Ferdinand Enke) 1961, 202 Seiten, 29,— DM.

Review by:
H. Stierlin

Psychotherapie, schreibt Bräutigam, ist eine Behandlung, in der sich Arzt und Patient in mitmenschlicher Offenheit füreinander der inneren Lebenssituation des Patienten stellen, um Einsicht in diese Situation zu gewinnen.

Eine bessere Definition kann ich mir schwer denken. Und doch ist sie vieldeutig: denn was etwa Einsicht und mitmenschliche Offenheit bedeuten, kann, wenn überhaupt, erst die psychotherapeutische Erfahrung selbst lehren. Jede Erhellung der Psychotherapie stellt uns unmittelbar vor die Schwierigkeit, persönliches Erleben und überliefertes Wissen miteinander integrieren zu müssen. In diesem Sinne läßt sich der Psychotherapeut einem Dichter vergleichen. Auch dieser muß das persönliche Erlebnis in einer bereits gewordenen Sprache mitteilen. Und je schöpferischer er selbst ist, um so mehr wird er den Konflikt spüren, die gewordene Sprache zugleich sprengen und anerkennen zu müssen.

Psychotherapie muß, um wirksam zu werden, etwas in zwei Menschen auslösen, das sich einer leichten Beschreibung notwendigerweise entzieht. “Begegnung”, “mitmenschliche Teilnahme”, “persönliche Verstrickung”, “Ich-Du-Beziehung” haben sich als Begriffe für diesen schwer beschreibbaren Vorgang eingebürgert. Aber Psychotherapie vollzieht sich zugleich im Rahmen einer gegebenen menschlichen Lebensordnung. Sie ist in diesem Sinne überpersönlich bestimmt.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2020, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.