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Hochheimer, W. (1962). PROBLEME EINER POLITISCHEN PSYCHOLOGIE. Psyche – Z Psychoanal., 16(1):1-33.

(1962). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 16(1):1-33

PROBLEME EINER POLITISCHEN PSYCHOLOGIE

Wolfgang Hochheimer

I

Die Abneigung zahlreicher Zeitgenossen gegen Beschäftigung mit Politik muß psychologisch in zwei Hauptwurzeln gesucht und verstanden werden.

Die eine Wurzel entstammt einer Haltung aus der Kinderzeit: Politik ist Sache der Erwachsenen, der Großen, mächtiger Puppenspieler etwa, deren Regie und Regierungsweise man nicht kennt, die anonym oder doch undurchschaubar unser Schicksal mitbestimmen. Wir überlassen also Bestimmung und Steuerung unseres Lebens einer mächtigen Außeninstanz von männlich-väterlichem Aspekt, einer autoritären Übermacht. Unsere Haltung dieser Instanz gegenüber kann gläubig-vertrauensvoll sein: er oder sie werden es schon richtig machen, sie wissen schon, wie; wir haben jedenfalls hinzunehmen, was bestimmt, beschlossen, auferlegt und vorgeschrieben wird. Wir kümmern uns hier also aus Anerkenntnis väterlich-institutioneller Übermacht, sei das gläubig-vertrauend oder resignierend-fatalistisch, nicht um Politik. Selbst, wenn wir dagegen sind: unser Alltagsleben verläuft fern davon.

Die zweite Wurzel der Abneigung liegt in der „Garstigkeit“, unter der uns oft Politik erscheint. Das heißt, in der Politik wirken sich menschliche Züge aus, mit denen man direkt und ausgesprochen wenig zu tun haben möchte: Macht, Gewalt, Vorschrift, Gesetz, Verbot, Reglement, Unterdrückung, Einschränkung, Konflikte von Wünschen und Interessen, Streit, Kampf und Krieg.

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