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Schrandt, C. (1962). ANGSTHYSTERIE BEI EINEM ZEHNJÄHRIGEN MÄDCHEN. Psyche – Z Psychoanal., 16(2):100-110.

(1962). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 16(2):100-110

ANGSTHYSTERIE BEI EINEM ZEHNJÄHRIGEN MÄDCHEN

Carmen Schrandt

Die Patientin, die wir Rosmarie nennen wollen, wurde als Notfall in die Kinderpsychiatrische Abteilung der Basler Kinderklinik eingewiesen, weil sie zu Hause stundenlang weinte, sich nicht mehr aus dem Haus traute und demzufolge auch nicht mehr die Schule besuchen konnte. Sie störte die ganze Nachbarschaft mit ihrem lauten, monotonen Weinen, besonders nachts. Sie konnte nicht einschlafen und äußerte Angst, sterben zu müssen. Das Krankheitsbild bestand seit ungefähr zwei Monaten und verschlimmerte sich, als eine Klassenkameradin an einer Hirnhautentzündung erkrankte und innerhalb weniger Tage starb.

Bei ihrer Aufnahme in die Klinik geriet die Patientin in eine entsetzliche Panik, wehrte sich mit Händen und Füßen und erschütterndem Schreien. Sie wirkte sehr depressiv und anfänglich eher unintelligent. Ihr Intelligenzquotient erwies sich jedoch als normal.

Die Eltern leben in ärmlichen Verhältnissen in einem kleinen Städtchen. Der Vater ist ein willenloser Hilfsarbeiter. Er wurde unehelich geboren und ist als Verdingkind aufgewachsen. Er ist Alkoholiker.

Die Mutter stammt aus einer Familie mit 5 Kindern. Ihre Mutter soll warmherzig gewesen sein, ihr Vater sehr hart und streng. Sie hat noch jetzt Angst vor ihrem Vater. Sie mußte viel als Sündenbock herhalten, war lange Bettnässerin und wurde deswegen viel bestraft. Ihre Geschwister sind alle sozial besser gestellt als sie.

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