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Merian, D. (1962). PHANTASIEGESCHICHTEN IN DER KINDERTHERAPIE. Psyche – Z Psychoanal., 16(2):111-126.

(1962). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 16(2):111-126

PHANTASIEGESCHICHTEN IN DER KINDERTHERAPIE

Doris Merian

Die folgenden Ausführungen beschränken sich auf Phantasiegeschichten, die vorwiegend in der Vorstellung bewältigt werden; die erzählen und nicht in einem Rollenspiel dramatisierend dargestellt werden. Während Rollenspiele quasi zum täglichen Brot der Kinderanalyse gehören, sind Phantasiegeschichten sehr viel seltener, entsprechen sie doch einer höheren Verarbeitungsstufe.

Nach einem kurzen theoretischen Überblick soll anhand von drei Fällen über folgende Punkte etwas ausgesagt werden:

1. die Persönlichkeit des Kindes, 2. die therapeutische Situation, 3. die Art der erfundenen Geschichte und 4. die therapeutische Handhabung.

Die Phantasie gehört mit der Sprache zu jenen Leistungen, die allein dem Menschen vorbehalten sind. Das Beispiel eines Hirnverletzten (1), der trotz intakter Drüsenfunktionen nach seiner Verwundung mit keinem Mädchen mehr Umgang haben kann, weil er sich die damit verbundene Freude nicht vorzustellen vermag, zeigt, daß wenn die erotische Phantasietätigkeit ausbleibt, auch die sexuelle Leistungsfähigkeit sinkt, wenn nicht erlischt. Die Phantasie ersetzt also zu einem Teil die dem Menschen fehlenden Instinktschemata. Andrerseits ist nur der Mensch fähig, seine Triebe und Wünsche vermittels der Phantasie zu befriedigen, falls ihm kein reales Objekt zur Verfügung steht. Dies veranschaulicht die Doppelfunktion der Phantasie: In ihrer schöpferischen Form hilft sie dem realitätsgerechten Denken, spätere Handlungen vorzubereiten, indem sie das Mögliche vorwegnimmt.

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