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Biermann, G. (1962). DIE FAMILIEN-NEUROSE: in ihrer Projektion im Familien-Zeichentest. Psyche – Z Psychoanal., 16(2):127-141.

(1962). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 16(2):127-141

DIE FAMILIEN-NEUROSE: in ihrer Projektion im Familien-Zeichentest

Gerd Biermann

Betrachtet man die Neurose als eine Störung bzw. Fehlverarbeitung der Umweltbeziehungen des Menschen, dann sind deren erste Ansätze während der Entwicklung des Kindes im familiären Raum zu suchen. Die biographische Anamnese ist eine der Möglichkeiten, sich darüber Gewißheit zu verschaffen. Keine Verhaltensstörung eines Kindes verläuft ohne entsprechendes Vorbild oder Reaktion bei seinen Leitbildern, d. h. ohne eine gewisse neurotische Prägung des gesamten Familienmilieus.

Als Familien-Neurose sind jene schweren neurotischen Verhaltensstörungen anzusehen, bei denen schon die Eltern in ihrer eigenen Kindheit eine Charakterneurose entwickelten, unter neurotischem Aspekt die Partnerwahl trafen und nun wechselseitig das Kind in ihre neurotischen Positionskämpfe innerhalb der Familie einbeziehen. So wird dieses, gewünscht oder abgelehnt, in kurzfristiger Befriedigung neurotischer Bedürfnisse zum Spielball der offenen oder latenten Auseinandersetzungen der Eltern. Psychosomatische Reaktionen oder erzieherische Schwierigkeiten des Kindes bieten willkommene Anlässe, Schuldgefühle in einer über-protektiven Haltung abzureagieren oder dem Partner aufzubürden. Oft ist das neurotische Kind das letzte — negative — Bindeglied einer von Grund auf gestörten Ehe. Sein Angebot an den Arzt erfolgt stellvertretend für eigenes Leid der Eltern (Balint).

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