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Weigert, E. (1962). DIE ROLLE DER SYMPATHIE IN DER PSYCHOTHERAPIE. Psyche – Z Psychoanal., 16(3):209-220.

(1962). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 16(3):209-220

DIE ROLLE DER SYMPATHIE IN DER PSYCHOTHERAPIE

Edith Weigert

Der Psychotherapeut übt seine Kunst nicht nur mit Hilfe seiner rationalen, sondern auch seiner emotionalen Begabung aus. Er erfaßt die Emotionen seines Partners unmittelbar auf der Ebene des Vorbewußtseins durch die physiognomische Zeichensprache des Gebärden- und Mienenspiels, durch Rhythmus, Tempo und Klangfarbe der Sprache. Diese Zeichensprache teilt sich in einem Überfließen, einer Ansteckung mit, die wir Empathie nennen. Empathie steht zwischen Sympathie und Antipathie, aber Empathie ist nicht neutral gegenüber den Werten, die in Sympathie und Antipathie zum Ausdruck kommen. Wir bezweifeln, daß der empathisierende Psychotherapeut die Konflikte seiner Patienten in völliger Neutralität miterleben kann. Das soll nicht heißen, daß der Psychotherapeut sich unkritisch seinen emotionalen Reaktionen überläßt. Er beobachtet sie sorgfältig als eine wesentliche Quelle seiner psychotherapeutischen Kunst. Von dieser Kunst sagt David Rioch (1): „Keine Wissenschaft ist besser als ihre Kunst, und eine Wissenschaft des menschlichen Verhaltens hängt in ihrem Wachstum von den Künstlern ab, die neue Gestaltungen des Zwischenmenschlichen erfinden.”

Nach meiner Erfahrung wächst das schöpferische Verständnis des Kranken aus der Sympathie, der positiven Form der Empathie, des Therapeuten. Seine gelegentlichen Reaktionen der Antipathie werfen oft ein scharfes Schlaglicht auf verborgene Schwächen und geheime Entstellungen, die dem sympathisierenden Beobachter entgehen könnten.

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