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Brückner, P. (1962). SIGMUND FREUDS PRIVATLEKTÜRE. Psyche – Z Psychoanal., 16(4):721-743.

(1962). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 16(4):721-743

SIGMUND FREUDS PRIVATLEKTÜRE

Peter Brückner

II

Vorbemerkung

Zweifellos hat der britische Bürger die erste Hälfte des 19. Jhdts. als Periode des unermüdlichen Gewerbefleißes, des frommen und sittlichen Lebenswandels, des steigenden Wohlstandes erlebt; sein Selbstbewußtsein war geprägt vom Glauben an den “Fortschritt”. Daß die Wachstumsrate des Wohlstands mit der des Elends kaum Schritt hielt, daß sich zwar die Herrschaft der Bourgeoisie verfestigte, gleichzeitig aber alle sozialen Probleme der kapitalistischen Gesellschaft ungelöst blieben, wurde von den Reformbestrebungen der Zeit ebensosehr stillschweigend zum Ausdruck gebracht als — verborgen. Bestenfalls wurde den unerträglichsten Erscheinungen die Spitze abgebrochen; doch das, was wir heute als unsere Wohlstandsgesellschaft in demokratischer Verfassung bezeichnen, wurde damals vom Arbeiter und vom Kleinbürger teuer bezahlt. Die englische Mittelklasse, nach Marx voller Eigendünkel, kleinlicher Tyrannei und Ignoranz, hatte im Anschluß an Smith und Ricardo in der sog. Manchesterdoktrin das Programm ihres Fortschritts gefunden: das wirkende Prinzip von Wirtschaft und Sozietät war der individuelle Egoismus; der Wettbewerb der Bürger untereinander sollte ausschließlich durch den automatischen Preismechanismus gesteuert werden, und die bürgerliche Freiheit kulminierte letztlich im hartnäckig festgehaltenen “Freihandel” und in der Ablehnung jedes staatlichen Eingriffs in das Wirtschaftsleben.

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