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Seemann - de Boor, U. (1962). Laplanche, Jean: Hölderlin et la question du père, Paris (Presses Univ. de France) 1961, 144 Seiten, 14,00 NF.. Psyche – Z Psychoanal., 16(4):759-759.

(1962). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 16(4):759-759

Laplanche, Jean: Hölderlin et la question du père, Paris (Presses Univ. de France) 1961, 144 Seiten, 14,00 NF.

Review by:
U. Seemann - de Boor

Der psychoanalytisch wie philosophisch gebildete französische Psychiater Laplanche hat die pathographische Hölderlin-Forschung um eine subtile Studie bereichert. Die Lektüre verlangt vom Leser einen die Disziplinen Psychopathologie urd Psychoanalyse, Philosophie und Literaturhistorie umfassenden Sachverstand. Bei den früheren Pathographen des Dichters (Lange, Jaspers, Hellingrath u. a.) handelte es sich im wesentlichen um die Frage: Bricht die Psychose als fremdartiger Prozeß in die schöpferische Person Hölderlins ein, oder sind Krankheit und Werk eine untrennbare Einheit? Der Verf. weist für den Lebensabschnitt von 1784–1800 überzeugend nach, daß die Entwicklung der Psychose und die künstlerische Vollendung im Werk einander parallel gehen. Nachdem Rosen u. a. die Bedeutung der Mutter in den Anamnesen der Schizophrenen herausgestellt hatte (Regression bis zur Nursery), studiert Laplanche die Objektbeziehung des Kranken in Bezug auf den Vater. Hölderlin verlor seinen leiblichen Vater in der frühen Kindheit, seinen verehrten und geliebten Stiefvater in den Jugendjahren. Auf der Suche nach geistiger und künstlerischer Integrität wird ihm Schiller zur Vater-Gestalt. Die Bindung an Schiller blieb immer ambivalent. Es ist für Hölderlins Eros sowohl zu den männlichen wie weiblichen Liebesobjekten (Schiller, Diotima-Suzette Gontard) bezeichnend, daß er vom Gefühl der Minderwertigkeit, ja Nichtigkeit geprägt war.

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