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Silbermann, A. (1962). ZUR SOZIOLOGIE DES ANTISEMITISMUS. Psyche – Z Psychoanal., 16(5):246-254.

(1962). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 16(5):246-254

ZUR SOZIOLOGIE DES ANTISEMITISMUS

Alphons Silbermann

Es dürfte sich im Rahmen meiner Darstellung wohl kaum darum handeln, einen Überblick zu geben über all die vielen Forschungen, Untersuchungen und Schriften, welche die Soziologie dem Studium des sozialen Vorurteils, benannt Antisemitismus, gewidmet hat.

Eher scheint es mir, insbesondere angesichts der geradezu immensen Flut von Publikationen zum Thema Antisemitismus, an der Zeit zu sein, die Frage aufzurollen, ob die Soziologie zur Erkenntnis, zur Bekämpfung und zur Verhütung dieser sozialen Krankheit wirklich Wesentliches beigetragen hat. Für den Soziologen, der seine Wissenschaft liebt, aber dennoch ehrlich zu sein wünscht, ist die Antwort hierauf äußerst peinlich. Leider muß sie lauten: Zwar hat man vieles und auch viel Wesentliches erkannt — aber so gut wie nichts hat man erreicht oder gar verhütet! Mit lächerlichen 30 000 Juden, die heute in der Bundesrepublik leben, hat man anhand von ungewissen Meinungsforschungen gut sagen, es bekenne sich nur noch eine unbedeutende Minderheit zu antisemitischen Tendenzen. Ex cathedra darf man auch feststellen, “daß in der jüngeren Generation Antisemitismus weitgehend und echt verschwunden ist”(1), obwohl eine rezente, vom Institut für Sozialforschung der Universität Frankfurt durchgeführte Untersuchung uns als Resultat kundtut: “Ablehnung von Antisemitismus war in der höchsten sozialen Subgruppe stärker als bei den anderen Befragten.

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