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Grunberger, B. (1962). DER ANTISEMIT UND DER ÖDIPUSKOMPLEX. Psyche – Z Psychoanal., 16(5):255-272.

(1962). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 16(5):255-272

DER ANTISEMIT UND DER ÖDIPUSKOMPLEX

BÉla Grunberger

I Vorwort

Es soll in diesem Referat versucht werden, das Problem des Antisemitismus unter dem Gesichtspunkt der psychoanalytischen Auffassung ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu beleuchten. Soziologische, politische, ökonomische und ethnologische Erklärungen treffen häufig nur einige begrenzte, oft oberflächliche Aspekte antisemitischer Manifestationen. Die bemerkenswerte Konstanz und Kontinuität, mit denen der Antisemitismus trotz grundlegender Verschiedenheit jeweiliger gesellschaftlicher Verhältnisse immer wiederkehrt, beweist in der Tat, daß diese Erklärungsversuche eher als Rationalisierungen zu werten sind. Allenfalls sind die angeschuldigten Ursachen Folgezustände früherer und tieferer psychologischer Faktoren.

Offensichtlich kann eine Propaganda, die sich im geeigneten Augenblick einer bestimmten politisch-soziologisch-ökonomischen Konstellation anpaßt, den Antisemitismus hervorrufen. Es ist aber gerade die Unfehlbarkeit dieser immer wieder erfolgreichen Taktik, um deren Verständnis wir uns bemühen müssen. Darüber hinaus erscheint der derart hervorgerufene Antisemitismus immer wieder in der gleichen Form, die unabhängig von den strukturellen Änderungen der sie angeblich hervorrufenden gesellschaftlichen Verhältnisse ist.

Auch manche psychologischen Erklärungsversuche führen nicht weit. Sie sind zwar hinsichtlich des Inhaltes des Antisemitismus von Interesse, sagen jedoch nichts über seine tiefere spezifische Motivation aus.

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