Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To access “The Standard Edition” of Freud’s work…

PEP-Web Tip of the Day

You can directly access Strachey’s The Standard Edition of the Complete Psychological Works of Sigmund Freud through the Books tab on the left side of the PEP-Web screen.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Mitscherlich, A. Horkheimer, M. König, R. Baeyer-Katte, W. Jacobsen, W. Wangh, M. Grunberger, B. Silbermann, A. Hochheimer, W. (1962). DISKUSSION. Psyche – Z Psychoanal., 16(5):295-311.
    

(1962). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 16(5):295-311

DISKUSSION

Alexander Mitscherlich, Max Horkheimer, René König, Wandav. Baeyer-Katte, Walter Jacobsen, Martin Wangh, Béla Grunberger, Alphons Silbermann und Wolfgang Hochheimer

Prof. Dr. Alexander Mitscherlich, Heidelberg

Um in der kurzen Zeit, die für unsere Diskussion geblieben ist, das Gespräch nicht zerflattern zu lassen, möchte ich vorschlagen, daß wir uns auf wenige Punkte konzentrieren. Aus dem Referat von Herrn Silbermann sollten wir nicht vergessen, daß der “moderne” Antisemitismus seinen Ursprung in Deutschland hat — das wäre ein Ansatz der Diskussion. Außerdem, daß dem Wesen nach dieser Antisemitismus in den Rahmen der gesamten Vorurteilsbildung hineingehört. Aus dem Referat von Herrn Grunberger finde ich im Hinblick auf die Prophylaxe außerordentlich wichtig, daß jene Spaltungsvorgänge in der Persönlichkeit, die das antisemitische Vorurteil zu einer unumstößlichen Gewißheit machen, so tief sind, daß sie später nicht mehr erreichbar sind. Das drückt sich unter anderem darin aus, daß niemand in die Behandlung eines Psychoanalytikers kommt, um sich von seinem Antisemitismus heilen zu lassen. Er lebt mit diesem Vorurteil in einer Symbiose, und dieses Vorurteil garantiert ihm sein Gleichgewicht. Sie erinnern sich an Herrn Wanghs Patienten, der, nachdem er festgestellt hatte, er spräche mit einem Juden, zwar im Moment rational eingesehen hat, seine Abneigung gegen Juden und Frauen sei in ihrer Unüberwindlichkeit merkwürdig, der aber dann nie mehr aufgetaucht ist. Das wird uns auch im Hinblick auf die Prophylaxe dahin bringen, diskutieren zu müssen, wie diese frühesten Dressate, die zu derartiger psychopathologischer Entwicklung führen, beeinflußt werden könnten.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2019, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.