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Von Baeyer-Katte, W. (1962). NACHTRÄGLICHE GEDANKEN ZU EINEM SYMPOSION ÜBER DIE PSYCHOLOGISCHEN UND SOZIALEN VORAUSSETZUNGEN DES ANTISEMITISMUS. Psyche – Z Psychoanal., 16(5):312-317.

(1962). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 16(5):312-317

NACHTRÄGLICHE GEDANKEN ZU EINEM SYMPOSION ÜBER DIE PSYCHOLOGISCHEN UND SOZIALEN VORAUSSETZUNGEN DES ANTISEMITISMUS

Wanda Von Baeyer-Katte

Nach der herrschenden Lehre, wie sie sich in den letzten zehn Jahren herausgebildet hat, ist der Antisemitismus als Vorurteil nach Art der Vorurteilsforschung zu untersuchen. Als Vor-Urteil gilt im allgemeinen ein tradiertes und akzeptiertes Vorstellungsbild, unter dessen Vorauslese der Mensch dann seine soziale Umwelt so erfaßt, daß die vorgefaßte Meinung als self-fulfilling prophecy sich darin widerspiegelt. Dergleichen Vormeinungen sind an sich korrigierbar. Eine intellektuelle Aufklärung hat hier gewisse Aussichten, vor allem dann, wenn sie mit einer Abwertung solcher Vorurteile durch die öffentliche Meinung zusammengeht und es nicht mehr zu den tradierten “unfraglichen” Richtigkeiten (vielmehr zu den erklärten Irrtümern) gehört, ihnen anzuhängen. Noch größer ist die Chance einer erzieherischen bzw. bildenden Aufklärung auf dem Wege über die Tatsachenvermittlung bei jenen rein verbal, im Bereich unverbindlichen Nachredens, übernommenen Meinungen, denen keine weitere vorurteilsgesteuerte, vorauslesende “Erfahrungsbestätigung” gefolgt ist. Diese fehlt beispielsweise dort, wo die nachgesprochene Behauptung ihren Vertretern viel zu uninteressant war, um sich über sie, sei es auch in einseitiger Form, zu “vergewissern”. Wie groß die Anzahl jener Menschen ist, die ihre Vorurteile derartig beliebig wechseln und ablegen bzw.

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Copyright © 2020, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

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