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Kunz, H. (1962). DIE EINE WELT UND DIE WEISEN DES IN-DER-WELT-SEINS: Bemerkungen zu den Voraussetzungen der daseinsanalytisch-anthropologischen Interpretationen psychopathologischer Phänomene. Psyche – Z Psychoanal., 16(7):464-480.

(1962). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 16(7):464-480

DIE EINE WELT UND DIE WEISEN DES IN-DER-WELT-SEINS: Bemerkungen zu den Voraussetzungen der daseinsanalytisch-anthropologischen Interpretationen psychopathologischer Phänomene

Hans Kunz

I TEIL

(Fortsetzung)

Die häufige, von Weischedel übernommene Kennzeichnung des Wirklichen als das „Wirkende“ und „Mächtige“ rechtfertigt sich zumal vom deutschen Ausdruck her. Daß seiner Weisung auch die vom „Wort Gottes“ geleiteten Theologen willig folgen und die „göttliche Allmacht“ mit entsprechenden Konzeptionen — „Wirklichkeit von worthafter Art“, „Sprachlichkeit der Wirklichkeit“ u. a. — zu sichern suchen, ist nicht verwunderlich. Jedoch darf darob nicht übersehen werden, daß im so verstandenen Sinne des Wirkens auch die flüchtigsten umweltlichen Erscheinungen: ziehende Wolken und Nebel, der Mondaufgang, der spielende Wind im Gezweig eines Baumes, der Geruch der Erde nach einem Gewitter usw. wirklich sind, obwohl sie von einem andern, etwa an der dinglichen Widerständigkeit orientierten Wirklichkeitsbegriff her betrachtet als „unwirklich“ gelten mögen. Vollends müssen sich an der Zulänglichkeit der durch das Wirken bestimmten Wirklichkeitsauffassung Zweifel regen, wenn wir den Blick auf die illusionären Gegenstandsverkennungen, Halluzinationen, Wahnphänomene u. a. richten, welche auf die ihnen ausgesetzten Menschen eine eminente Wirkung ausüben können, obzwar wir ihnen sowenig wie den Göttern und Dämonen eine im alltäglichen Verstande begrenzte Wirklichkeit zubilligen.

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