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Illing, H.A. (1962). Ginott, Haim G.: Group Psychotherapy with Children: The Theory and Practice of Play-Therapy. New York (McGraw-Hill Book Co.) 1961, 208 Seiten, 5,95 $.. Psyche – Z Psychoanal., 16(8):869.

(1962). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 16(8):869

Ginott, Haim G.: Group Psychotherapy with Children: The Theory and Practice of Play-Therapy. New York (McGraw-Hill Book Co.) 1961, 208 Seiten, 5,95 $.

Review by:
H. A. Illing

Dieses Buch hat der Verf. seinem Lehrer S. R. Slavson gewidmet und es enthält auf weniger als 200 Seiten dessen Lehre von der Gruppenpsychotherapie mit Kindern einfach aber komplett; d. h. obwohl die Lektüre von Slavsons Schriften durch dies neue Buch nicht überflüssig geworden ist, so hat doch nun der Leser die Gelegenheit, Slavsons Lehre sozusagen „en miniature“ auf dem Tablett gereicht zu bekommen.

Es berichtet in äußerst praktischer Weise, wie man Kinder zu einer Spielgruppe aussucht, wie man sie zusammenhält, wie man ein Kind durch das Beobachten beim Spiel diagnostizieren kann; welches Spielzeug man am besten aussucht und welches der Zweck einer Reihe von Spielzeugen ist; das Kinderzimmer und seine Benutzung, wann und wie lange die Kinder therapeutisch „spielen“ sollen, und schließlich einige wichtige Kapitel über die Qualifizierung des Spielgruppentherapeuten, der Warteliste von Patienten, und der Beratung („Counseling“) der Eltern. Der Verf. bemüht sich, auf kleinem Raum Slavson zu interpretieren. Slavson will die Therapie immer analytisch strukturieren, ohne deshalb die Realität aus den Augen zu verlieren!

Nicht immer stimmt der Verf. mit Slavson überein. Zum Beispiel glaubt er nicht, daß der ausgebildete Kindertherapeut notwendigerweise immer ein Masochist sein muß (obwohl dies leider oft stimmt). Was Ginott aber mit Recht verlangt, ist, daß der Therapeut Verständnis für seine eigenen Gefühle haben muß, daß er Übertragung und Gegenübertragung richtig unterscheiden und erkennen muß, und daß ein „persönlich befriedigendes Leben außerhalb der Berufssphäre“ äußerst wichtig ist, als Bollwerk gegen die immer vorhandene Versuchung, die Patienten für seine eigenen Wünsche und Ziele zu benutzen (S. 133).

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