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Kunz, H. (1962). Sinn und Sein. Ein philosophisches Symposion. Herausgegeben von Richard Wisser. Tübingen (Max Niemeyer Verlag) 1960, XI, 860 Seiten.. Psyche – Z Psychoanal., 16(8):876.

(1962). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 16(8):876

Sinn und Sein. Ein philosophisches Symposion. Herausgegeben von Richard Wisser. Tübingen (Max Niemeyer Verlag) 1960, XI, 860 Seiten.

Review by:
H. Kunz

Zu diesem von R. Wisser besorgten prächtigen und imponierenden Band haben 50 Autoren Beiträge geliefert. Daß ein „philosophisches Symposion“ im Sinne eines zwischen den internationalen Teilnehmern spielenden hinhörenden, fragenden und antwortenden Gespräches über ein einheitliches Thema zustandegekommen sei, wird man weder erwarten noch behaupten dürfen. Die beiden Ausdrücke „Sinn“ und „Sein“, nach denen zu fragen für die Philosophie heute mehr denn je „unumgänglich“ geworden ist (wie der Herausgeber mit Recht bemerkt), sind so umfassend und, vieldeutig, daß jeder noch so eigenwillige Monolog darin irgendeinen Platz findet. Das dokumentiert sich auch in den Überschriften der Abschnitte, in die der Stoff gegliedert wurde: Philosophie als Grundproblem, Vom Sinn des Seins (Sinn und Sinnverständnis, Wege der Seinserkenntnis, Sichten des Seins, Transzendieren und Transzendenz), Vom Sinn menschlichen Seins (Der Mensch in seiner Freiheit, Wert und Wirklichkeit, Kultur und Geist, Sinnstruktur und Geschichte). In diese Weite hat auch die halbwegs als Festschrift für F.-J. von Rintelen gedachte Orientierung keinen einheitlichen Zug bringen können: zwar bekunden einzelne Autoren ihre persönliche Verbundenheit mit ihm, aber seinem Denken entsprang kein weiterwirkender Impuls — von Wissers Abhandlung abgesehen, die unter dem Titel „Wertwirklichkeit und Sinnverständnis“ „Gedanken zur Philosophie von Fritz-Joachim von Rintelen“ entwickelt. In einzelnen Beiträgen zeigt sich eine entwaffnende Naivität in der dogmatischen Voraussetzung von theologischen Glaubenswahrheiten. Jedenfalls widerlegen sie die von Spranger (in seinem Beitrag) geäußerte Behauptung, daß „die heutige Philosophie nicht mehr den Mut“ besitze, „die Gedanken Gottes selbst zu denken“. Allerdings bleibt die Frage, ob die vermeintlichen „Gedanken Gottes“ nicht doch — wie damals bei Hegel — letzten Endes nur die menschlich-allzumenschlichen Gedanken der spekulativen Philosophen sind.

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