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Stokvis, B. (1962). GEDANKEN EINES PSYCHOTHERAPEUTEN ÜBER DAS WIEDERGUTMACHUNGSVERFAHREN. Psyche – Z Psychoanal., 16(9):538-543.

(1962). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 16(9):538-543

GEDANKEN EINES PSYCHOTHERAPEUTEN ÜBER DAS WIEDERGUTMACHUNGSVERFAHREN

Berthold Stokvis

Die Behörden der deutschen Wiedergutmachungsstellen haben ein sehr schwieriges Amt. Handelt es sich doch in ihrem Fall um die Wiedergutmachung körperlicher und auch fast immer seelischer Schädigungen, die unter dem Naziregime geschehen sind.

Ich bin mir darüber im klaren, daß es häufig sehr schwer ist, in derartigen Fällen Gutachten abzugeben, die den Geschädigten hinreichend zufriedenstellen. Des öfteren ist auch der Gutachter selber in Zweifel, ob er mit seiner Entscheidung in jeder Hinsicht den Tatsachen gerecht geworden ist. Einerseits hat er seine Verpflichtungen dem Staate gegenüber, andererseits ist es in vielen Fällen schwer, nur die objektiven Kriterien gelten zu lassen und die Entscheidung nicht durch affektive Strömungen zu beeinflussen. Der Gutachter sieht sich ja öfters Kranken gegenübergestellt, die durch ihre Erlebnisse so verbittert sind, daß sie nur ein Ziel vor Augen haben, nämlich die als feindlich erlebte Wiedergutmachungsstelle möglichst viel zahlen zu lassen. Von manchen Patienten, die bereits begutachtet worden sind, kann man hören, daß sie sich von dem betreffenden Arzt in affektiver, aggressiver Weise behandelt fühlten. Es ist naturgemäß hinterher schwer zu sagen, ob diese Meinung mit den objektiven Tatsachen übereinstimmt oder ob es sich um projektive Gedanken und Vorstellungen handelt.

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