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Eicke, D. (1963). Biran, Sigmund: Melancholie und Todestriebe. Dynamische Psychologie der Melancholie. München/Basel (Reinhard) 1961, 127 Seiten, 9,80 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 16(12):926.

(1963). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 16(12):926

Biran, Sigmund: Melancholie und Todestriebe. Dynamische Psychologie der Melancholie. München/Basel (Reinhard) 1961, 127 Seiten, 9,80 DM.

Review by:
D. Eicke

Verf. hat eine interessante Interpretation der Lehre vom Todestrieb ausgearbeitet. Er begreift das Triebgeschehen nach dem Modus der Trieberledigung. Danach unterscheidet er:

1.   den Modus der Triebbefriedigung nach dem Prinzip der Wunscherfüllung, sowohl in der Realität wie auch in der Phantasie;

2.   den Modus der Auslöschung des Reizes, des Unlustgefühls eines unbefriedigten Triebes durch eigentliche Abtötung des Wunsches nach dem Nirwanaprinzip;

3.   den Modus der Unlustvermehrung, der Suche nach dem Leide, der Abtötung schlechthin. Hierbei ist jedoch ausdrücklich nicht die Lust am Schmerz gemeint, sondern die reine Tendenz, Unlust zu vermehren.

Von dieser Theorie ausgehend beschreibt Verf. zwei Formen von Melancholie. Eine Form basiert auf dem „Leidsuchmodus“, die andere Form auf dem „Reizauslöschungsmodus“. Im ersten Fall unterliegt allmählich jede normale Lebensregung dem Triebmodus der Unlustvermehrung, d. h. der Lebensvernichtung (wie z. B. in der Verlangsamung des Denkens und der Abnahme des Antriebsgeschehens). Im zweiten Fall werden allen Strebungen einer erwachsenen Person durch eine Regression auf eine frühkindliche Lebensweise die Energien entzogen. Bei dieser Form der Melancholie nimmt Verf. eine Triebregression an, die sich als Rückzug aller Objektbesetzungen zeigt.

Verf.

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