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Eicke, D. (1963). Eliade, Mircea: Yoga. Unsterblichkeit und Freiheit. Zürich und Stuttgart (Rascher) 1960, 515 Seiten, 140 Seiten Anmerkungen, Literaturverzeichnis, 37,20 DM.. Psyche – Z Psychoanal., 16(12):948.

(1963). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 16(12):948

Eliade, Mircea: Yoga. Unsterblichkeit und Freiheit. Zürich und Stuttgart (Rascher) 1960, 515 Seiten, 140 Seiten Anmerkungen, Literaturverzeichnis, 37,20 DM.

Review by:
D. Eicke

Verf., Professor für Religionswissenschaften in Chicago, gibt eine umfassende, gründliche Untersuchung der Schriften über das Yoga. Er definiert das Yoga als eine Antwort des indischen Denkens auf die Frage nach dem Ausweg aus der durch die Entdeckung unserer Zeitlichkeit und Geschichtlichkeit ausgelösten Angst. Ausführlich dargestellt finden sich die Yoga-Techniken im Pantajali. Diese Schrift stellt eine Zusammenfassung mündlich überlieferter Traditionen dar.

Verf. weist nach, wie auch schon in älteren Sanskrit-Texten sich bereits grundlegende Gedanken für die Haltung des Yoga finden, ja. wie sich solche Mittel der Bewältigung menschlicher Ängste bereits in der indischen Urbevölkerung vorgefunden haben müssen. Er vergleicht dies u. a. mit dem Schamanismus. Andererseits weist Verf. nach, wie sich die Lebenshaltung des Yoga in all den anderen Formen indischer Geistigkeit vorfindet: im Buddhismus, Tantrismus, in verschiedenen religiösen Übungen und in der Lithurgie des Hinduismus.

Es ist dies eine Haltung, die von der Sehnsucht nach Befreiung von der menschlichen Problematik in diesem Leben getragen wird. Die Frage nach den Ursachen und dem Ursprung des menschlichen Elends werden hingegen von den Yoga-Texten als eine das menschliche Begreifen übersteigende Frage gehalten.

Verf. meint an einer Stelle, daß die Bedeutung des Yoga darin bestehe, daß es das Leiden aufhebt, indem man ignoriert, daß es Leiden ist. Über die effektiven Erfahrungen eines Yoga-Praktizierenden, sei es in der körperlichen Ertüchtigung, sei es in der geistigen Schulung, sagt Verf. nichts aus. Wohl berichtet er über die verschiedenen beschriebenen Resultate in Schriften über das Yoga, aber er rückt dies in die Welt der Fakire und Magier einerseits und in den Raum des Heiligen andererseits. Dies verwundert, da Verf. angibt, daß er selber von einem Guru Yoga gelehrt bekam. Eine persönliche Stellungnahme des Verf. gegenüber dem philosophischen System des Ostens findet man nicht.

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