Customer Service | Help | FAQ | PEP-Easy | Report a Data Error | About
:
Login
Tip: To search for a specific phrase…

PEP-Web Tip of the Day

Did you write an article’s title and the article did not appear in the search results? Or do you want to find a specific phrase within the article? Go to the Search section and write the title or phrase surrounded by quotations marks in the “Search for Words or Phrases in Context” area.

For the complete list of tips, see PEP-Web Tips on the PEP-Web support page.

Erikson, E.H. (1968). DIE ONTOGENESE DER RITUALISIERUNG. Psyche – Z Psychoanal., 22(7):481-502.
    

(1968). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 22(7):481-502

DIE ONTOGENESE DER RITUALISIERUNG

Erik H. Erikson

Translated by:
Käte Hügel

Epigenetisch nennen wir ein Vorgehen, das die einzelnen Stufen beschreibt, die für die Entwicklung des Individuums in seinem Lebenszyklus bestimmend sind, wobei jede Stufe auf allen vorhergehenden fußt. Zu einer epigenetischen Betrachtung der „Ritualisierung“ (ein Wort, das wir vorläufig noch in Anführungsstriche setzen wollen) müssen wir zunächst drei Bedeutungen dieses Begriffs unterscheiden, die zur Zeit in Gebrauch sind. Bei der ältesten, der anthropologischen Bedeutung handelt es sich um Bräuche und Rituale, die von Gemeinschaften Erwachsener geübt werden (wobei zuweilen die Kinder zusehen und die Jugendlichen mitmachen dürfen); sie dienen dazu, die Jahreszeiten oder die einzelnen Lebensphasen herauszuheben. Wir werden zwar versuchen, einige der genetischen Wurzeln aller Riten-Bildungen aufzuspüren, werden es aber nicht mit dem Ritual der Erwachsenen als solchem zu tun haben.

In der jüngeren, klinischen Bedeutung des Begriffs spricht man von einem „privaten Ritual“ etwa im Zwangsverhalten, um repetitive, von einem einzelnen Menschen allein vorgenommene Handlungen höchst idiosynkratischer Bedeutung zu bezeichnen. Ein solches Verhalten hat eine gewisse Ähnlichkeit mit den zwecklosen Dauerhandlungen von Tieren im Käfig und scheint damit ein „natürliches“ Verbindungsglied zu einem möglichen phylogenetischen Ursprung der „Ritualisierung“ in ihrer stereotypen, getriebenen Form darzustellen.

[This is a summary or excerpt from the full text of the book or article. The full text of the document is available to subscribers.]

Copyright © 2019, Psychoanalytic Electronic Publishing, ISSN 2472-6982 Customer Service | Help | FAQ | Download PEP Bibliography | Report a Data Error | About

WARNING! This text is printed for personal use. It is copyright to the journal in which it originally appeared. It is illegal to redistribute it in any form.