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Loch, W. (1968). BEMERKUNGEN ZUR ROLLE DES SEXUALTABUS. Psyche – Z Psychoanal., 22(9-11):720-737.
    

(1968). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 22(9-11):720-737

BEMERKUNGEN ZUR ROLLE DES SEXUALTABUS

Wolfgang Loch

„An beiden nehmen wir Schaden, an zu wenig und an zu viel Moral“

A. Mitscherlich, 1966

I Normierende Fakten

Neben den durch Atomforschung und Automation herbeigeführten Revolutionen unserer Lebensbedingungen wird immer deutlicher, daß eine ganz entscheidende dritte Revolution dabei ist, die hoch industrialisierten und säkularisierten Staaten zu durchdringen und weitreichende Veränderungen unserer zwischenmenschlichen Verhaltensformen und damit letztlich der Bewußtseinsstrukturen herbeizuführen. Es handelt sich um die sogenannt sexuelle Revolution, die ihren sichtbarsten Ausdruck in der Aufhebung der von der Gesellschaft bisher erzwungenen Tabus gegenüber der freien genitalen Sexualität findet. Dabei sind es neben der Veränderung der gesamten geistigen Situation, der das Mündigwerden des Proletariats und des Kleinbürgertums korreliert ist, und neben dem von der Aufklärung eingeleiteten, vom 20. Jahrhundert vollendeten Umsturz vieler bisher für ewig erachteten Werte zwei ganz konkrete Realfaktoren, denen wir es zuzuschreiben haben, daß freie geschlechtliche Beziehungen in unserer Gegenwart tatsächlich für „jedermann“ und nicht nur für eine privilegierte Schicht zu einer Lebensmöglichkeit geworden sind. Es handelt sich dabei 1. um einen Faktor, der das direkte Ergebnis naturwissenschaftlicher Forschungen und Einsichten ist, und 2.

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