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Barande, I. (1972). Die Suche nach der wirklichen Identität. Psyche – Z Psychoanal., 26(1):72-74.

(1972). Psyche – Zeitschrift für Psychoanalyse, 26(1):72-74

Die Suche nach der wirklichen Identität

Ilse Barande

Bei der Behandlung der „Ich-Spaltung im Abwehrvorgang“ (1938) hebt Freud noch einmal hervor, daß wir die synthetische Funktion des Ichs und deren Leistungen sehr zu Unrecht als etwas Selbstverständliches hinnehmen.

Der auf dem 26. Kongreß in Rom so aktuell gewordene Begriff eines „Selbst“ als eines „realistischen und kontinuierlichen Bildes von sich“ (E. Jacobson) scheint mir diskussionsbedürftig zu sein. Mit diesem Terminus, so nützlich er sein mag, würden besser die Gefühlserlebnisse der Identität bezeichnet, die Jacobson erwähnt und bei denen es sich um unterirdische, fast unsagbare Affekte handelt. Diese Affekte beschreibt Freud in seiner Vorrede zur hebräischen Ausgabe von „Totem und Tabu“ (1934) als „dieses Wesentliche“, das er „gegenwärtig nicht in klare Worte fassen“ könne. Er meinte seine Zugehörigkeit zum jüdischen Volk, die ihm, obwohl er dem Judentum fast entfremdet war, doch zutiefst bewußt war.

Bevor ich mich zu der von Morgenthaler angeschnittenen Frage der sexuellen Identität äußere, möchte ich etwas über das spezifische Identitätserlebnis sagen, das in der psychoanalytischen Behandlung auftreten kann. Es handelt sich um ein Gefühlserlebnis in der Übertragung, von dem alle Inhalte durchtränkt sind; es ist für den Analytiker wie für den Analysanden gleich rätselhaft. Erkennbar wird, daß es sich um die Aktualisierung eines Gefühlszustandes handelt, von dem der Patient weiß, daß er ihn schon einmal empfunden hat, der aber nie bearbeitet wurde. Weder in der Vergangenheit, der Zeit seiner ursprünglichen Entstehung, noch später hat dieser Zustand durch Verbalisierung jene Überbesetzung erfahren, die durch die Sprache erfolgt. Allmählich haben sich an die affektive Grundstimmung verstreute Elemente angeheftet; das Gefühl verschwindet, taucht wieder auf, erlaubt gelegentlich eine Deutung des Ablaufs. Die Aufmerksamkeit des Analytikers wird wachgehalten durch die Unabgeschlossenheit, die zwangsläufig zur Wiederholung führt.

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